Speicherplatz ohne Ende: Wie Samsung und SK Hynix im DRAM-Rausch die Fabriken stapeln und die Konkurrenz im Staub lassen
Die globale Nachfrage nach DRAM, vor allem für LPDDR- und HBM-Speichermodule, hat eine regelrechte Wucht entfesselt und sämtliche Speicherhersteller in einen beispiellosen Baurausch verwickelt. Im Zentrum dieses Wettlaufs stehen natürlich die beiden koreanischen Giganten Samsung und SK Hynix, die Millionen und Milliarden schwer bepacken – zumindest in ihrem Heimatland. Samsung plant nicht nur neue Fabriken (Fabs) mit inszenierten Fab-Clustern, sondern auch den Ausbau seines gigantischen Pyeongtaek-Komplexes. Dort stehen bereits die Fabs P1 bis P3, voll ausgerüstet und bereit zum Arbeiten. Fab P4 ist ein mehrteiliges Projekt, dessen finale Phase im April 2027 abgeschlossen sein soll. Und dann kommt Fab P5 ins Spiel – noch größer, noch mächtiger, bereit, die Kapazitäten auf ein neues Level zu heben. Solche Dimensionen lassen sich nur schwer in Bildern erfassen, aber Besuche in Intels Fab 52 in Arizona und Fab P4 in Deutschland haben gezeigt, dass hier nicht mit Kleinbauprojekten gearbeitet wird. Ein Blick hinter die Kulissen dieser Fabriken offenbart ein komplexes Netzwerk aus Reinräumen – geschützten Oasen der Präzision, in denen Chips entstehen. Samsung plant für Fab P5 sogar drei Etagen voller Reinräume, anstatt wie bei P3 und P4 nur zwei. Die Grundfläche ist dabei identisch mit der von P4, doch statt 22 Reinräumen sollen hier satte 32 Reinräume untergebracht werden. Stellen Sie sich vor: 640 Meter Länge, 200 Meter Breite – ein gigantischer Gebäudekomplex, der für die Herstellung von DRAM-Chips gerüstet ist. Die koreanischen Medien berichten sogar von einer Verschiebung des Zeitplans, um den Einbau dieser Reinräume um sechs Monate zu beschleunigen. Auch wenn das letztendliche Produktionsstartdatum für 2028 unverändert bleibt, zeigt diese Vorreiterrolle Samsungs ambitionierten Planungsansatz auf. Die Nachfrage treibt die Expansion an – hauptsächlich der rasant wachsende KI-Markt verschlingt riesige Mengen an Speicherkapazitäten und lässt die Preise in schwindelerregende Höhen steigen. Für Samsung bedeutet das ein lukratives Geschäft, wie die jüngsten Quartalsberichte deutlich belegen. Der Wettlauf um die Spitzenposition im DRAM-Markt ist somit noch lange nicht vorbei und verspricht weitere spektakuläre Entwicklungen.
Schlagwörter: Samsung + SK Hynix + Fab
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