Die Ankündigung von Amazon am 5. Februar, im Laufe des Jahres 2023 insgesamt 200 Milliarden US-Dollar in Künstliche Intelligenz (KI) zu investieren, löste prompt eine Welle der Sorge bei den Investoren aus. Der Börsenwert des Konzerns sank innerhalb von neun aufeinanderfolgenden Tagen um mehr als 18 Prozent, was einem Verlust von rund 450 Milliarden Dollar entspricht – ein beispielloser Rückgang seit 2006.
Die Unsicherheit hinterlässt tiefe Spuren: Die Investoren befürchten vor allem, dass diese enormen Ausgaben die Liquidität von Amazon beeinträchtigen könnten und den Konzern in die Notwendigkeit neuer Schulden treiben würden. Darüber hinaus besteht das Risiko hoher Abschreibungen, sollten die erworbenen Chips und Server ihren Wert schneller als erwartet verlieren. Diese Ängste spiegeln sich auch in der Herangehensweise wider, die bei früheren großen Investitionen, wie im Jahr 2006 in Amazons Cloud-Sparte AWS, zu beobachten war. Damals sorgten hohe Ausgaben ebenfalls für Unsicherheit, doch erwiesen sich diese letztendlich als berechtigt, da der Cloud-Umsatz allein im vergangenen Jahr um starke 20 Prozent auf knapp 129 Milliarden Dollar gestiegen ist. Ob die aktuellen KI-Investitionen einen vergleichbaren Erfolg feiern werden, bleibt jedoch offen. Nichtsdestotrotz bewegt sich Amazon in illustre Gesellschaft: Zusammen mit Alphabet, Microsoft und Meta planen diese Tech-Giganten im Jahr 2023 insgesamt 700 Milliarden Dollar für KI-Entwicklungen auszugeben – ein eindrucksvolles Zeichen für die strategische Bedeutung der Künstlichen Intelligenz in der Branche.
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