Dringende Warnung: Kritische Schwachstelle im Windows Admin Center entdeckt

Microsoft hat eine dringende Warnung zu einer kritischen Schwachstelle im Windows Admin Center herausgegeben und dringend die Aktualisierung dieses Verwaltungstools gefordert. Die Lücke wurde außerhalb des regulären Patchday-Zyklus bekannt, was die außerordentliche Dringlichkeit unterstreicht. Angreifer könnten laut Microsoft aus der Ferne und durch Ausnutzen dieser Schwachstelle ihre Rechte auf betroffenen Systemen erweitern, wodurch ihnen der Zugriff auf sensible Daten oder die Fähigkeit zur Ausführung schädlicher Aktionen ermöglicht würde. Die Sicherheitslücke trägt die Kennung CVE-2026-26119 und erreicht einen hohen CVSS-Wert von 8,8, was Microsoft dazu veranlasste, das Risiko als kritisch einzustufen. Technisch gesehen basiert das Problem auf einer unzureichenden Authentifizierung im Windows Admin Center, wodurch Angreifer über einen Netzwerkangriff zugreifen und damit die Berechtigungen des Benutzerkontos übernehmen können, unter dem das Tool läuft. In vielen Umgebungen ist dies ein Konto mit weitreichenden administrativen Rechten, was einen erfolgreichen Angriff besonders gefährlich macht.

Das Windows Admin Center selbst ist ein webbasiertes Werkzeug, das zur zentralen Verwaltung von Windows-Servern, Clustern und Hyper-V-Umgebungen dient. Es vereinfacht Aufgaben wie Softwareverteilung, Systemüberwachung und die Konfiguration von Netzwerken. Die Schwachstelle erschwert somit den Schutz kritisch relevanter IT-Infrastrukturen. Obwohl Microsoft keine konkreten aktiven Angriffe bestätigt hat, betont die niedrige Angriffskomplexität und die Möglichkeiten des Fernzugriffs das erhöhte Risiko, insbesondere in exponierten Umgebungen oder solchen mit unzureichender Sicherheitskonfiguration. Als Sofortmaßnahme rät Microsoft dringend zur Aktualisierung auf Version 2511 oder höher, die im Dezember 2025 veröffentlicht wurde. Administratoren sollten ihre installierte Version überprüfen und gegebenenfalls zügig ein Update durchführen, das über die offizielle Projektseite des Windows Admin Center verfügbar ist.

Dieser Vorfall unterstreicht einen wichtigen Trend: Angriffe auf zentrale Verwaltungstools mit umfassenden Rechten gewinnen zunehmend an Bedeutung. Erst kürzlich hatte die US-amerikanische Cybersicherheitsbehörde CISA vor aktiven Angriffen auf Microsoft Configuration Manager gewarnt, bei denen ebenfalls eine ungepatchte Schwachstelle ausgenutzt wurde. Diese Fälle zeigen deutlich, dass solche Systeme ein bevorzugtes Ziel für Angreifer sind und regelmäßige Aktualisierungen sowie zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen unerlässlich sind, um die IT-Infrastruktur effektiv zu schützen.

Schlagwörter: Microsoft + CVE-2026-26119 + Windows

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  • 18. Februar 2026