OpenClaw: Vielversprechendes Open-Source-System mit alarmierenden Sicherheitsrisiken

OpenClaw, ein Open-Source-System, das KI-Agenten direkte Zugriffsrechte auf Betriebssystemfunktionen gewährt, ermöglicht automatisierte Aufgabenabläufe, von der Installation neuer Software bis hin zum Bedienen externer Anwendungen wie E-Mail-Programmen. Diese tiefe Integration in das System bringt jedoch auch erhöhte Sicherheitsrisiken mit sich: Bekannt sind zahlreiche Schwachstellen, die Angreifern Möglichkeiten bieten, Schadcode einzuschleusen und Systeme unter Kontrolle zu bringen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) listet über 60 dokumentierte Angriffspunkte auf, viele davon mit der Risikostufe „hoch“ oder sogar „kritisch“ eingestuft. Besonders beunruhigend ist eine Schwachstelle mit der maximalen Bewertung von 10,0 auf der CVSS-Skala, die bei authentifiziertem Zugriff auf ein Gateway zum vollständigen Kompromittieren des Systems führen kann. Eine weitere kritische Lücke betrifft die Voice-Call-Erweiterung und ermöglicht es Angreifern, Authentifizierungsmechanismen zu umgehen und unbefugte Anrufe zu tätigen. Die Vielzahl der Schwächen birgt insgesamt erhebliche Gefahren: Neben dem Zugriff auf Daten und der Durchführung von Denial-of-Service-Angriffen, die Systeme lahmlegen können, besteht das Risiko einer vollständigen Kontrolle durch externe Akteure. Für Nutzer und Betreiber von OpenClaw ist daher dringender Handlungsbedarf geboten. Unverzügliche Installation von Sicherheitsupdates und regelmäßige Systemprüfungen sind unerlässlich, um die Risiken zu minimieren und Systeme vor der Ausnutzung dieser Schwachstellen zu schützen.

Schlagwörter: OpenClaw + BSI + Gateway

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  • 19. Februar 2026