Eine neue Studie des National Bureau of Economic Research (NBER) zeigt eine Kluft in der Wahrnehmung des Einflusses künstlicher Intelligenz (KI) auf Unternehmen auf. Trotz erheblicher Investitionen in KI sehen viele Führungskräfte kaum messbare Auswirkungen auf ihre Geschäftsprozesse. Befragte Unternehmen aus den USA, Großbritannien, Deutschland und Australien berichten von spärlichen Effekten in den letzten drei Jahren. Über 80 Prozent konnten weder signifikante Veränderungen in der Beschäftigung noch in der Produktivität feststellen.
Trotz dieser begrenzten unmittelbaren Ergebnisse zeichnet sich eine optimistische Erwartungshaltung für die Zukunft ab. Die Führungskräfte schätzen im Durchschnitt einen zukünftigen Produktivitätsgewinn von 1,4 Prozent durch KI-Integration innerhalb der nächsten drei Jahre. Dieser potenzielle Zuwachs an Effizienz wird am Umsatz pro Mitarbeiter gemessen, einem gängigen Indikator für Unternehmensproduktivität. Parallel dazu erwarten die Befragten eine Reduktion der benötigten Mitarbeiter um etwa 0,7 Prozent. Diese Entwicklung könnte zu einer Million und mehr Arbeitsplätzen weltweit führen.
Die Studie basiert auf Daten von rund 6000 CEOs, Finanzchefs und anderen Angestellten aus den genannten Ländern. Diese repräsentative Stichprobe ermöglicht wertvolle Einblicke in die Sichtweise der Führungskräfte auf den Einfluss von KI in der Geschäftswelt.
Obwohl derzeit noch keine messbaren Ergebnisse in großem Umfang vorliegen, signalisiert die Studie eine wachsende Erwartungshaltung an die transformative Kraft von KI und ihre zukünftige Bedeutung für den Unternehmenserfolg.
Schlagwörter: KI + NBER + USA
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