Die Linux-Distribution KaOS hat sich in der Version 2026.02 von KDE Plasma distanziert und verfolgt nun mit niri als Wayland-Compositor und Noctalia als Shell einen neuen Kurs. Diese Entscheidung, die die Entwickler getroffen haben, geht auf die Ambitionen zurück, das Abhängigkeitssystem von systemd zu reduzieren. Traditionell war KaOS für die frühzeitige Integration neuer Plasma-Versionen bekannt, was es zu einem Testfeld für neue Funktionen machte. Bereits in der Version 2024.01 wurde Plasma 6 eingeführt, als es sich noch in der Vorschauphase befand.
Mit dem Wechsel zu niri und Noctalia markiert KaOS einen konsequenten Schritt weg von diesem etablierten Standard und zeigt gleichzeitig die Dynamik, die im Linux-Umfeld herrscht. Die Implementierung von niri und Noctalia erfolgt auf Basis von Qt 6.10.2 und umfasst zudem weitere wichtige Komponenten wie cliphist, ddcutil, pavucontrol-qt und xwayland-satellite.
Die Umstellung betrifft auch das zugrunde liegende System. Obwohl die Entwickler an der Reduzierung von systemd festhalten, wurde aus praktischen Gründen die Version auf 255.22 angepasst, da die jüngere Version 257 wiederholt Probleme bei der ISO-Erstellung verursachte. Die Installationen werden jedoch mit systemd 257.10 betrieben. Auch das Basissystem erfährt Aktualisierungen: GCC 15.2.1, Glibc 2.42, Binutils 2.45.1, OpenCV 4.12.0, Poppler 26.02.0, GStreamer 1.28, PipeWire 1.4.9, ZFS 2.4.0, CMake 4.2, OpenSSH 10.2, Bash 5.3, Protobuf 33.5 und Mesa 25.3.5 sind nun Teil des neuen Images und belegen den Fokus auf aktuelle Technologien. Als Kernel kommt Linux 6.18.1 zum Einsatz.
Diese Änderungen verdeutlichen den Entwicklungstrend von KaOS: ein kontinuierliches Streben nach Fortschritt, Innovation und Unabhängigkeit vom etablierten Standard. Die neue Version steht als Download bereit und bietet interessierten Nutzern die Möglichkeit, diese Veränderungen hautnah zu erleben.
Schlagwörter: KaOS + Noctalia + KDE
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