Meta und AMD: Milliarden-Deal unterstreicht die Zukunft der KI-Beschleuniger in Datenzentren

Der jüngste milliardenschwere Rahmenvertrag zwischen AMD und Meta wirft ein Schlaglicht auf die rasant wachsende Bedeutung von KI-Beschleunigern in der Datenzentrenlandschaft. Über einen Zeitraum von fünf Jahren plant Meta, eine beachtliche Kapazität von sechs Gigawatt an KI-Beschleunigern von AMD zu erwerben. Dieser Umstand entspricht schätzungsweise 4,3 Millionen Instinct MI355X GPUs mit einer Thermal Design Power (TDP) von jeweils 1400 Watt. Bis zum Jahr 2030 soll die Leistung pro Beschleuniger voraussichtlich steigen, wodurch sich die benötigte Anzahl an GPUs entsprechend reduziert: Bei 2000 Watt wären es drei Millionen, bei 3000 Watt zwei Millionen GPUs. Der geschätzte Wert des Vertrages liegt laut Reuters bei rund 60 Milliarden US-Dollar über die gesamte Vertragslaufzeit, was mehr als dem aktuellen Jahresumsatz von AMD entspricht. Dieser Deal folgt einem ähnlichen Muster wie das Abkommen zwischen AMD und OpenAI, wobei Meta neben den Hardwarekäufen auch Kaufoptionen für bis zu 160 Millionen AMD-Aktien erhält. Diese Option lockert sich mit einem symbolischen Cent pro Aktie, was gegenwärtig einer Firmenbeteiligung von zehn Prozent entspricht. Die Aktiengewinnung ist jedoch an bestimmte Kursziele von AMD am Aktienmarkt gekoppelt. Somit entsteht ein direktes Interesse von Meta am Erfolg von AMD, vergleichbar mit dem Modell bei OpenAI. Die 160 Millionen Aktien würden aktuell einen Wert von etwa 33 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 28 Milliarden Euro haben. Falls Meta die Optionen ausübt, transformieren sie indirekt zu einem Rabatt für die Hardware – ein Win-Win-Modell für beide Unternehmen. Bereits im Jahr 2024 war Meta der größte Kunde von AMD für KI-Beschleuniger, mit dem Kauf von 173.000 Instinct MI300 GPUs. Dieser Trend zeigt sich in der rasanten Expansion von KI-Rechenzentren durch Hyperscaler. Die Bekanntgabe des Meta-Abkommens löste sofort eine deutliche Marktreaktion aus: Die AMD-Aktie schoss um fast 15 Prozent nach oben und stabilisierte sich anschließend bei einem Plus von sieben bis acht Prozent. Dieses Niveau liegt jedoch noch rund 20 Prozent unterhalb des Januar-Hochs. Der Vertrag demonstriert die wachsende Dominanz von KI in der IT-Landschaft und unterstreicht die Position von AMD in diesem Bereich.

Schlagwörter: AMD + Meta + OpenAI

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  • 24. Februar 2026