Richard Lawler, ein erfahrener Redakteur mit Fokus auf Technologie, Kultur, Politik und Unterhaltung, verstärkte 2021 die Reihen des Bluesky-Teams nach seiner Tätigkeit bei Engadget. Nun erlebt das soziale Netzwerk eine Führungsänderung: Jay Graber, die erste CEO von Bluesky seit der Abspaltung vom Twitter-Forschungsprojekt im Jahr 2021, tritt zurück. Die Nachfolge wird übergangsweise durch Toni Schneider, ehemaligen CEO von Automattic und Risikokapitalgeber, übernommen, bis ein dauerhafter Nachfolger gefunden wird. Graber wechselt in die Rolle des Chief Innovation Officer von Bluesky und konzentriert sich auf neue Entwicklungen für das Netzwerk, das von 30 Millionen auf nun 40 Millionen Nutzer angewachsen ist. Laut Graber vertraut Schneider tief an der Mission von Bluesky und war bereits über ein Jahr lang Beraterin und persönliche Vertrauensperson. Der Hintergrund dieser Veränderung zeigt die gemeinsame Unterstützung von Automattic und True Ventures, beiden Investoren in Bluesky, für das Ziel eines offenen und nutzerzentrierten Internets. In einem eigenen Blogbeitrag unterstreicht Schneider seine anfängliche Skepsis gegenüber dezentralen sozialen Netzwerken. Ein Treffen mit Graber und der COO Rose Wang vor zwei Jahren jedoch bewog ihn, an dieses Konzept zu glauben. Er betont die unverzichtbare Bedeutung eines offenen, vom Nutzer kontrollierten sozialen Webs, in dem Identität, Daten und Netzwerke im Besitz des Nutzers bleiben. Schneider sieht offene Plattformen als Erfolgsfaktor, solange Drittanbieter ihnen vertrauen, und versichert die kontinuierliche Arbeit daran, dieses Vertrauen zu stärken und ein vollständig dezentrales System zu entwickeln. Diese Führungsänderung bei Bluesky unterstreicht die Dynamik in der Welt des sozialen Webs und den Wandel hin zu mehr Nutzerautonomie und offenen Standards.
Schlagwörter: Bluesky + Toni Schneider + Automattic
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