Die Embedded World in Nürnberg lieferte erste konkrete Einblicke in Intels kommende Desktop-Plattform Nova Lake. Die Kollegen von ComputerBase konnten auf der Messe wertvolle Informationen sammeln, sowohl durch die Erspähung eines Mini-PC-Designs namens Liva P300 von ECS als mögliche Vorschau auf ein System mit Nova Lake S, als auch durch direkte Gespräche mit Insidern zwischen den Messeständen. Aus diesen Gesprächen zeichnet sich ab, dass Intel für die Core Ultra 400-Serie einen Start noch in diesem Jahr anvisiert. Ein Großteil der Modelle auf Basis von Nova Lake hingegen wird erst im ersten Quartal 2027 verfügbar sein. Zwar hält man offiziell an dem Zeitfenster Q1 2027 für den Launch fest, doch alles, was bis Ende 2026 erscheint, dient vermutlich nur dazu, das Versprechen, noch in diesem Jahr einen ersten Nova-Lake-Chip auf den Markt zu bringen, zu erfüllen.
Technische Details waren auf den Ausstellungsflächen knapp gesät. ECS nennt jedoch die Unterstützung von 8.000 MT/s für den Arbeitsspeicher. Angesichts dessen, dass in Arrow Lake bereits 6.400 MT/s validiert wurden und mit dem Refresh wohl auf 7.200 MT/s angehoben wird, ist eine Steigerung für Nova Lake mehr als nur denkbar. Details zur genauen Anzahl der Kerne und Taktraten bleiben jedoch im Verborgenen. Experten spekulieren, dass das Topmodell eine TDP von 175 W haben könnte, was sich auf die Base-Power bezieht, während die aktuelle Generation des Core Ultra 9 285K bei 125 W liegt.
Ein interessantes Detail ist die Fertigung: Während die aktuellen Notebook-Chips der Core Ultra 300-Serie (Panther Lake) in Intels eigenem 18A-Prozess gefertigt werden, kehrt Intel für Nova Lake wieder zu TSMC zurück und lässt den Compute-Tile auf deren N2P-Node produzieren. Es wird spekuliert, dass für kleinere Varianten des Compute-Tile später der Wechsel zu Intel 18A stattfinden könnte, aber für die Desktop-Chips bleibt es bei TSMC. Dieser Schritt erinnert an AMDs Strategie, die Zen-6-Kerne auf TSMCs N5P-Node fertigen zu lassen.
Die kommenden Monate dürften weitere Informationen über Nova Lake liefern und spannende Einblicke in Intels zukünftige CPU-Strategie bieten.
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