Die jüngste Vereinbarung zwischen AMD und Samsung markiert einen Schritt in der Weiterentwicklung der High-Performance-Computing (HPC)-Landschaft. Kernstück dieser Kooperation ist die Sicherstellung von HBM4 DRAM-Speicher für AMDs fortschrittliche Instinct-MI455X-Beschleuniger. Diese leistungsstarken KI-Spezialisten erfordern mit zwölf integrierten HBM4-Stacks eine enorme Speicherkapazität von 432 GB und erreichen ein unglaubliches Datenvolumen von 19,6 TB/s an Bandbreite. Der Einsatz dieser Hardware ist essenziell für anspruchsvolle KI-Aufgaben wie maschinelles Lernen und Deep Learning. Die Auslieferung der Instinct-MI450-Generation soll in diesem Jahr starten und hat das Potenzial, AMD im Bereich der Hardwareperformance näher an NVIDIA heranzuführen als bisher. Allerdings erfolgt die Lieferung des entscheidenden HBM4 nicht direkt von Samsung an AMD, sondern über einen komplexen Verbundprozess. Samsung liefert den Speicher an TSMC, welches wiederum für die Fertigung der Compute-Chiplets in AMDs Instinct-MI455X verantwortlich ist. Dieser Prozess beinhaltet auch die Integration des HBM4 mit den Chips auf dem Produktionsweg (Chip Packaging). Darüber hinaus werden weitere Chips für die Instinct-Beschleuniger ebenfalls von TSMC gefertigt und mit dem HBM4 kombiniert. Parallel dazu liefert Samsung an AMD auch DDR5 DRAM-Speicher, der in Kombination mit kommenden Epyc-Servern zum Einsatz kommen soll. Diese Serverkombinationen finden Anwendung in hochaufgelösten Rechenumgebungen wie AMDs Rack-Scale-Systemen, beispielsweise im Helios-System. Auch hier erfolgt die Lieferung des DDR5-Speichers über den indirekten Weg via Serverhersteller an die Endnutzer, die ihn in ihre Racks integrieren. Die Kooperation zwischen AMD und Samsung deutet auf eine mögliche Erweiterung der Zusammenarbeit hin, insbesondere in Richtung Halbleiterfertigung. In der offiziellen Pressemitteilung von Samsung wird explizit erwähnt, dass beide Unternehmen Möglichkeiten für eine gemeinsame Fertigung zukünftiger AMD-Produkte erörtern werden. Dies könnte bedeuten, dass Samsung seine Expertise und Produktionskapazitäten für bestimmte AMD-Generationen einbringt, einschließlich Compute- und I/O-Chips für KI-Beschleuniger sowie Epyc-Server-CPUs. Derzeit existieren jedoch noch keine konkreten Details oder Abmachungen zu diesem Punkt. Diese potenzielle Erweiterung der Zusammenarbeit würde die globale Chiplandschaft weiter dynamisieren und den Weg für Technologien ebnen.
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