Die finanzielle Schieflage Intels in den letzten Jahren führte zu einem drastischen Schritt: Im Jahr 2024 umgruppierte das Unternehmen Teile seiner Chipfabriken und sicherte sich von Apollo Investments für 49 % der Anteile an der Fab34 in Irland ein Kapitalinvestment von 11,2 Milliarden US-Dollar. Doch nun zeichnet sich eine Kehrtwende ab: Intel plant den Rückkauf dieser Anteile. Der Plan war jedoch mit einem kleinen Nachspiel verbunden – der Wert der Beteiligung hatte sich zwischenzeitlich erhöht, und Intel muss jetzt 14,2 Milliarden US-Dollar für den Erwerb zahlen. Für Apollo Investments war dies eine lukrative Investition, denn sie konnte mit einer Rendite von über 25 % abschließen. Die Fab34 ist eine strategische Einrichtung für Intel: Sie ist Intels einziger Fabrikstandort in ganz Europa und beheimatet wichtige Fertigungslinien, die Chips nach den fortschrittlichen Technologien Intel 4 und Intel 3 sowie älteren Verfahren produzieren. Diese Chips finden Verwendung in aktuellen Xeon-Generationen wie Sapphire Rapids und Granite Rapids, aber auch in Chiplets für Endkundenprozessoren wie Meteor Lake, Arrow Lake und sogar im kleinen GPU-Chiplet Panther Lake. Hinzu kommen die Base-Tiles von Clearwater Forest, die ebenfalls auf Intel 3 Technologie basieren und somit potenziell aus Irland stammen könnten. Intel blickt optimistisch in die Zukunft und prognostiziert einen wachsenden Absatz für seine x86-Prozessoren, vor allem im Serverbereich. Die Preise der Xeon-Prozessoren haben bereits eine Steigerung erfahren, mit Kunden, die derzeit 10 bis 15 % mehr zahlen als noch vor wenigen Monaten. Diese Preissteigerungen werden voraussichtlich weiter anhalten und sind nicht allein auf die gestiegene Nachfrage zurückzuführen, sondern auch auf den Anstieg der Preise in der komplexen Lieferkette für Halbleiterfertigung, die selbst unter dem Einfluss globaler Ereignisse steht.
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