Die aktuellen Mac mini-Modelle mit M4-Prozessor und die leistungsstärkeren Mac Studio-Varianten mit M3 Ultra oder M4 Max-Chip lassen Anwender derzeit auf Wartezeiten einstellen, wenn sie sich für eine spezifische Konfiguration entscheiden. Ein Blick in Apples Online-Shop offenbart Wartezeiten von gut drei Wochen für den günstigsten Mac mini mit 16 GB RAM und 256 GB SSD, abhängig von der Abholmethode. Ähnliches gilt für andere Varianten, wie den Mac mini mit M4 Pro-Prozessor. Die Geduld sollte beim Mac Studio noch weiter gefordert sein, denn für die Einsteigerversion mit M4 Max-Prozessor, 36 GB RAM und einer 512 GB SSD müssen Interessenten bis Ende Mai oder Anfang Juni warten. Einziges Lichtblick sind möglicherweise Standardkonfigurationen, die noch vor Ort in Apple Stores verfügbar sind oder Händler, die noch Ware auf Lager haben – hier kann ein Preisvergleich hilfreich sein. Die Ursache für diese Lieferverzögerungen ist unklar. Man könnte annehmen, dass sie auf einen kommenden Zyklus neuerer Geräte hindeuten, da die aktuellen Mac Studio- und Mac mini-Modelle erst im März bzw. November 2022 auf den Markt kamen. Es besteht die Erwartung, dass noch in diesem Jahr M5-Varianten erscheinen werden, jedoch gibt es keine konkreten Gerüchte oder Hinweise auf einen baldigen Release. Daher könnte ein zweiter Grund für die Wartezeiten die sogenannte RAM-Krise sein, obwohl Apple langfristige Lieferverträge mit RAM-Herstellern hat. Interessant ist, dass Verfügbarkeitsprobleme in anderen Regionen wie den USA noch ausgeprägter sind, mit Wartezeiten von bis zu sechs Monaten. Dort gilt das MacBook Air mit M2 Pro als besonders betroffen, was auf die globale Nachfrage nach Speicherbausteinen schließen lässt. Apple setzt in seinen Apple-Silicon-Geräten auf System-on-a-Chip (SoC)-Module, in denen RAM, CPU und GPU integriert sind. Dennoch bleibt die Abhängigkeit von externen RAM-Lieferanten bestehen. Der starke KI-Boom und eine zunehmende Konzentration der RAM-Hersteller haben seit letztem Jahr zu deutlichen Preisanstiegen geführt. Apple konnte diese Preissteigerungen bisher durch einen Rückgang der internen Marge ausgleichen, was sich beispielsweise am MacBook Air mit nur 8 GB RAM zeigt, das trotz des geringeren Speichervolumens dennoch als attraktiv gilt. Dies liegt hauptsächlich an der Verwendung des A18 Pro SoC aus dem iPhone, der für diese RAM-Menge optimiert ist. Die aktuellen Lieferengpässe zeigen jedoch, dass auch Apple nicht ganz unberührt von den globalen Herausforderungen im Halbleiterbereich bleibt und sich Kunden mit längeren Wartezeiten arrangieren müssen.
Schlagwörter: Apple Stores + M4 + Mac mini
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