RISC-V macht einen Sprung nach vorne: RVA23 bringt Leistung und Software-Unterstützung

Die Welt der offen verfügbaren Prozessorkernarchitekturen erhält mit RVA23 frischen Wind. Die Mitglieder der RISC-V Foundation haben sich auf ein neues Befehlssatzprofil geeinigt, das weit mehr als nur eine kleine Verbesserung gegenüber seinen Vorgängern wie RV64GC darstellt – es ist ein echter Leistungsschub für die Zukunft von RISC-V.

RVA23 verspricht nicht nur deutlich leistungsfähigere RISC-V-Prozessoren, sondern auch bessere Software-Unterstützung, insbesondere im Linux-Ökosystem. Programmierer erhalten nun Klarheit darüber, welche Funktionen in RVA23-kompatible Chips integriert sind, und können gleichzeitig von einer größeren Auswahl an kompatiblen Prozessoren (CPUs) und System-on-Chips (SoCs) profitieren. Ein wichtiger Baustein für diese verbesserte Software-Unterstützung ist die Entwicklung einer kommenden Android-ABI (Application Binary Interface), die speziell für RISC-V konzipiert ist – ein Schritt, der der RISC-V Foundation enorme Wachstumspotenziale bietet.

Derzeit basieren die meisten Linux-Distributionen für RISC-V auf Mikroprozessoren mit dem Profil RV64GC. RVA23 hingegen hebt sich deutlich ab und bringt Komplexität mit wichtigen Neuerungen wie Vektorbefehlen (V) und der Hypervisor-Erweiterung (H) für Virtualisierung. Darüber hinaus müssen RVA23-Kerne eine Reihe von Befehlen verarbeiten, die kryptografische Algorithmen beschleunigen – ein Pluspunkt in Zeiten immer komplexerer Sicherheitsanforderungen.

Obwohl sich die RISC-V Foundation noch nicht auf SIMD-Erweiterungen (P, Packed SIMD) einigen konnte, gibt es bereits einen Entwurf. Damit steht der Weg für zukünftige Leistungssteigerungen offen.

Beispielhafte Powerhouses:

* SiFive P80-D (AndesCore AX66): Entwickelt von Andes Technology, ist dieser Kern mit vier Decodern ausgelegt. Obwohl er etwas schwächer als sein Pendant vom SiFive-Team ist, bietet er dennoch eine solide Leistung.
* SiFive P80-D (SiFive Axon): Der Out-of-Order-Kern von SiFive setzt auf ein Frontend mit sechs Befehlsdecodern und beeindruckenden Vektoreinheiten, die 128-Bit-Vektoren verarbeiten können. Je nach Fertigungstechnologie kann er bis zu 3 GHz erreichen und lässt sich für Chips mit bis zu 256 Kernen konfigurieren – eine wahre Kraft im Kleinformat!

RVA23 markiert einen wichtigen Schritt in der Evolution von RISC-V. Mit verbesserter Performance, breiter Software-Kompatibilität und innovativen Funktionen ist die Technologie bereit, neue Horizonte im Bereich Embedded Systems, Edge Computing und auch High-Performance-Anwendungen zu erobern.

Schlagwörter: RVA23 + RV64GC + SiFive

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  • 24. Oktober 2024