Im September und Oktober 2023 schlossen sich Behörden aus 19 afrikanischen Ländern im Rahmen der Interpol-Operation Serengeti zusammen, um einen massiven Schlag gegen die zunehmende Cyberkriminalität zu führen. Der Fokus lag dabei auf den kriminellen Akteuren hinter Ransomware-Angriffen, Business Email Compromise (BEC), digitaler Erpressung und Online-Betrug – Bedrohungen, die laut dem Bericht zur Bewertung der Cyber-Bedrohungslage in Afrika 2024 als besonders relevant eingestuft werden.
Die Operation erzielte beachtliche Ergebnisse: 1.006 Verdächtige wurden verhaftet, und 134.089 kriminelle Infrastrukturen und Netzwerke wurden zerschlagen. Mehr als 35.000 Opfer wurden identifiziert, die durch diese Cyberkriminalität weltweit finanzielle Verluste in Höhe von fast 193 Millionen US-Dollar erlitten hatten.
Die Erfolgsfaktoren der Operation lagen in der engen Zusammenarbeit und dem Informationsfluss. Die teilnehmenden Länder lieferten Interpol wertvolle Informationen zu laufenden Fällen, die in 65 detaillierte Cyber-Analyseberichte eingeflossen sind. Diese Berichte ermöglichten eine gezielte Fokussierung auf die wichtigsten Akteure und kriminellen Strukturen.
Ein entscheidender Aspekt war auch die Integration des privaten Sektors. Internetdienstanbieter und andere Unternehmen boten wertvolle Daten, unterstützten Analysen und unterbanden direkt kriminelle Aktivitäten. Sie leisteten vor Ort praktische Hilfe sowie rund um die Uhr Fernunterstützung, um Schwachstellen zu beheben und wichtige Infrastrukturen der beteiligten Länder zu sichern.
Die Operation Serengeti demonstriert eindrucksvoll die wachsende Bedeutung gemeinschaftlicher Anstrengungen im Kampf gegen Cyberkriminalität in Afrika. Durch den Wissensaustausch und die enge Kooperation mit dem privaten Sektor konnten die Behörden einen signifikanten Schritt vorwärts machen, um die digitale Sicherheit zu verbessern und Opfer zu schützen.
Schlagwörter: Interpol + Quelle + Afripol
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