Russlands Cyber-Jagd: Hydra zerschlagen, Wazawaka gefasst und Rekordstrafen verhängt

Russland zeigt sich entschlossen im Kampf gegen Cyberkriminalität und setzt auf harte Strafen – mit spektakulären Ergebnissen. In den letzten Tagen wurden mehrere Fälle abgeschlossen, die internationale Schlagzeilen gemacht haben.

Einen prominenten Erfolg feierte Russland kürzlich mit der Festnahme von Mikhail M., auch bekannt als Wazawaka, einem Entwickler von Schadsoftware, der vom FBI mit einem Kopfgeld von bis zu 10 Millionen Dollar gesucht wurde. Gegen ihn laufen Ermittlungen wegen seiner Beteiligung an der Babuk-Ransomware, die unter anderem US-Polizeibehörden angegriffen hat. Kurzzeitig in russischer Haft, konnte M. sich wohl durch eine Geldstrafe und die Beschlagnahme seines Krypto-Vermögens freikaufen – zumindest vorerst. Die USA halten ihn jedoch weiterhin für gefährlich genug, um auf ihrer SDN-Sanktionsliste zu verbleiben.

Noch spektakulärer ist die Zerschlagung des Darknet-Marktplatzes Hydra. Stanislav M., der mutmaßliche Kopf dieses kriminellen Netzwerks, wurde von einem Moskauer Gericht zu lebenslanger Haft verurteilt – ein Novum in Russland für Drogenhandel. Seine 15 Komplizen erhielten Haftstrafen zwischen 8 und 23 Jahren in streng gesicherten Sonderkolonien. Hydra war eine gigantische Plattform für Drogen- und Krypto-Geldwäsche, die nach Angaben der Behörden im Jahr 2020 allein über eine Milliarde Euro Umsatz erwirtschaftet haben soll – ein beeindruckendes Kontrastprogramm zum jüngst aufgedeckten Crimenetwork, das schätzungsweise nur 93 Millionen Euro generierte.

Die russische Cyber-Jagd scheint also ernst genommen zu werden und verzeichnet Erfolge, die international Aufsehen erregen und den digitalen Kampf gegen kriminelle Netzwerke weiter vorantreiben.

Schlagwörter: FBI + Mikhail E. + Hydra

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  • 4. Dezember 2024