Apple setzt nach Jahren der Entwicklung eines eigenen Modems kräftig auf 5G und will damit langfristig die Performance des Marktführers Qualcomm erreichen, so Mark Gurman von Bloomberg. Obwohl die Initiative bereits Rückschläge und technische Hürden überwinden musste – trotz des Kaufs der Modem-Sparte von Intel im Jahr 2019 – soll das erste Apple-Modem mit dem iPhone SE debütieren. Anschließend wird es voraussichtlich auch in einem vermeintlichen „Slim“-iPhone und Einstiegs-iPads zum Einsatz kommen. Doch die Ambitionen gehen weiter: Im Jahr 2026 soll eine zweite Generation des Modems mit mmWave-Technologie eingeführt werden, die in der iPhone-18-Reihe und in hochwertigeren iPads zu finden sein wird.
Das nächste Highlight ist jedoch das Jahr 2027, in dem Apple mit seinem „Prometheus“-Modem die Konkurrenz laut Bloomberg direkt attackieren möchte. Dieses Chip-Modell soll KI-Fähigkeiten und Unterstützung für „next-generation satellite networks“ bieten, um Qualcomm in puncto Innovation zu übertreffen. Doch der Anfang könnte etwas holprig verlaufen. Das erste Apple-Modem wird zunächst ohne mmWave-Unterstützung auskommen, eine Technologie, die in einigen Städten mit hohen Geschwindigkeiten von Anbietern wie Verizon verfügbar ist. Auch die Aggregation von vier statt sechs Trägern limitiert die maximale Bandbreite, obwohl diese in der Realität oft niedrigere Geschwindigkeiten aufweist – und das aktuelle iPhone SE unterstützt ebenfalls kein mmWave.
Trotzdem bringt das neue Modem wichtige Neuerungen mit sich: Dual-SIM-Standby ermöglicht es Nutzern, zwei aktive SIM-Karten parallel zu verwenden. Zusammenfassend zeigt sich Apple mit seinem 5G-Modem ambitioniert und fokussiert auf eine technologische Vorreiterrolle. Ob es Qualcomm bereits in den ersten Generationen überholen kann, bleibt abzuwarten – doch der Weg dorthin ist eindeutig geebnet.
Schlagwörter: iPhone SE + Apple + Qualcomm
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