Google setzt auf AdHawk: Der Weg zu intelligenten Brillen mit Eyetracking-Technologie

Google treibt die Entwicklung smarter Brillen voran und setzt dabei zunehmend auf Technologien aus dem Start-up-Ökosystem. Gerüchten zufolge hat der Tech-Gigant nun sein Auge auf AdHawk Microsystems geworfen, ein kanadisches Unternehmen, das eine Technologie im Bereich Eyetracking entwickelt hat. Laut Finanzberichten von Bloomberg wird für AdHawk eine stolze Summe von 115 Millionen US-Dollar genannt, wobei eine zusätzliche Abfindung in Höhe von 15 Millionen US-Dollar an Leistungsziele gekoppelt sein soll. Noch in dieser Woche könnte eine offizielle Ankündigung erfolgen, getragen von Insidern, die mit dem Deal vertraut sind.

AdHawk, gegründet im Jahr 2017, hat bereits Brillen namens MindLink entwickelt, die mit Präzision verfolgen, wohin der Blick wandert. Videos demonstrieren eindrucksvoll, wie diese Technologie bei komplexen Aufgaben wie dem Anvisieren des Tores im Eishockey oder beim medizinischen Monitoring von Patientenaugenbewegungen brillieren kann. Die Technologie von AdHawk basiert auf mikroelektromechanischem Eyetracking und verspricht eine signifikante Effizienzsteigerung gegenüber kamerabasierten Systemen. Sie benötigt 1.000-mal weniger Daten und zeichnet sich durch extrem geringe Latenzzeiten sowie lange Batterielaufzeiten aus. Dies ist besonders relevant im Kontext smarter Brillen, die oft mit der Herausforderung einer kurzen Akkulaufzeit konfrontiert sind. Die Ray-Ban-Brillen von Meta beispielsweise halten zwar vier Stunden, sind jedoch auf einen Smartphone-Verbund zur Datenverarbeitung angewiesen, während OpenAIs Vision einer Echtzeit-Kommunikation zu Gesehenem ebenfalls auf eine integrierte Eyetracking-Technologie setzt – was naheliegenderweise eine Brillenentwicklung impliziert.

Googles Fokus auf AdHawk erscheint logisch im Kontext der Entwicklung smarter Brillen mit integrierter KI und Echtzeit-Interaktion. Bereits seit Kurzem ermöglicht die Gemini-App am Smartphone diese Echtzeit-Kommunikation über Geschehenes, womit eine Brillenintegration als natürliche Weiterentwicklung naheliegt. Die Verbindungen zwischen den Akteuren sind zudem engmaschig: Meta hatte ebenfalls Interesse an AdHawk gezeigt, bevor es zur Übernahme kam; EssilorLuxottica, der Eigentümer von Ray-Ban und Kooperationspartner von Meta, gehört zu den Investoren von AdHawk. Hinzu kommt die Verbindung zur OpenAI-Expertin, die zuvor für Metas Augmented-Reality-Brille Orion verantwortlich war, was weitere Spekulationen um eine mögliche Brillenentwicklung durch OpenAI nährt.

Zusammenfassend zeichnet sich ein spannendes Szenario ab, in dem Google mit AdHawk an der Spitze den Weg für fortschrittliche intelligente Brillentechnologie ebnet, die Echtzeit-Interaktion mit KI und Augmented Reality revolutioniert. Die Akteure sind eng verflochten, und die Innovationen in diesem Bereich versprechen eine Zukunft, in der Brillen nicht nur Sehgeräte sind, sondern intelligente Gateways zur digitalisierten Welt werden.

Schlagwörter: AdHawk + Meta + Google

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  • 12. März 2025