Die neu entdeckte Methode HyTrack stellt eine Gefahr für den Datenschutz auf Android-Geräten dar. Entwickler der Technischen Universität Braunschweig beschreiben sie als Übertragung von Webtracking in die App-Welt. Dadurch könnten Werbetreibende Nutzer über verschiedene Apps hinweg verfolgen.
HyTrack nutzt Custom Tabs, Browserfenster innerhalb von Apps, um Tracking zu ermöglichen. Durch den geteilten Cookie-Speicher können Unternehmen Nutzern trotz Zurücksetzens von Werbe-IDs oder Browserdaten eine eindeutige Kennung zuweisen und ihr Verhalten über diverse Anwendungen verfolgen. Besorgniserregend ist die Regenerierfähigkeit von HyTrack nach Reinigung des Browserspeichers oder Neuinstallation, insbesondere bei Trusted Web Activities im Vollbildmodus, die das Tracking verdecken.
Tests mit verschiedenen Browsern und Android-Versionen zeigten, dass alle Custom Tabs unterstützenden Browser anfällig für HyTrack sind. Obwohl aktuell keine aktive Nutzung vorliegt, warnen die Forscher vor der einfachen Implementierung durch Werbenetzwerke und fordern schnelle Lösungen von Browserentwicklern. Nutzer sollten Werbeblocker nutzen, um sich zumindest teilweise zu schützen.
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