Microsoft verteilt im April 2023 Vorschau-Pakete für seine Betriebssysteme Windows 11 und Windows 10, um bereits frühzeitig neue Funktionen und Verbesserungen vorzustellen, bevor der reguläre Update-Zyklus abgeschlossen ist. Die Updates erreichen sowohl die aktuellsten Versionen wie Windows 11 22H2 und 23H2 als auch Windows 10 22H2, wobei Nutzer von Windows 11 24H2 zunächst keine direkten Vorteile aus den Vorschau-Paketen ziehen können. Microsoft charakterisiert diese Updates als nicht-Sicherheits-Updates, obwohl sie wichtige Sicherheitsverbesserungen beinhalten. Ein zentraler Punkt ist die Aktualisierung der Windows Kernel Vulnerable Driver Blocklist (VKDB), die sowohl in Windows 11 als auch in Windows 10 implementiert wird. Diese Liste blockiert Treiber, die als potenziell unsicher eingestuft wurden, und stärkt damit das System gegen Angriffe über kompromittierte Treiber.
Die Fokuspunkte der Vorschau-Pakete liegen auf Funktionsverbesserungen und Produktivitätssteigerungen. In Windows 11 wird beispielsweise die Integration von Smartphone-Link ausgeweitet. Nutzer können nun direkt aus dem Startmenü Telefonanrufe tätigen, SMS versenden, Fotos abrufen oder Inhalte zwischen Desktop und Smartphone teilen. Zusätzlich wurde eine Last-Minute-Option im Share Sheet eingeführt, um vor dem Teilen von Inhalten letzte Anpassungen wie Drehung oder Zuschneiden vorzunehmen. Ein weiteres Highlight ist die verbesserte Sprachausgabe mit neuen Tastenkombinationen für Funktionen wie sprachbezogene Zusammenfassungen und Live-Transkription. Im Kontext der Produktivität soll auch eine neue Anzeige im Startmenü – Inhalte – Informationen aus verschiedenen Microsoft-Diensten präsentieren, um Nutzer schneller zu relevanten Informationen zu führen. Darüber hinaus wird das Entpacken von ZIP-Archiven optimiert, insbesondere bei großen Mengen an kleinen Dateien.
In Windows 10 werden vor allem kleinere Korrekturen und Optimierungen implementiert. Dazu gehören die Behebung eines Fehlers in der GPU-Paravirtualisierung im Windows Subsystem for Linux 2 sowie die Lösung von Problemen mit dem System Guard Runtime Monitor Broker Service, die zu falschen Fehlermeldungen führten.
Insgesamt stellen diese Vorschau-Pakete wichtige Schritte auf dem Weg zu zukünftigen stabilen Updates dar und bieten Nutzern einen Einblick in kommende Funktionen und Verbesserungen für beide Betriebssysteme.
Schlagwörter: Windows + Microsoft + Startmenü
Wie bewerten Sie den Schreibstil des Artikels?
