Frankreich beschuldigt Russland der Cyberangriffe zur Destabilisierung vor den Olympischen Spielen 2024
Frankreich wirft Russland destabilisierende Cyberangriffe vor, die seit 2021 zahlreiche französische Einrichtungen heimsuchen. Das französische Außenministerium nennt als Täter die russische GRU und spezifisch die APT28-Cybergruppe aus Rostow am Don. Angegriffen wurden Ministerien, Behörden, zivile Unternehmen und Sportorganisationen im Vorfeld der Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 in Paris. Frankreich sieht darin Versuche, die Stabilität des Landes zu gefährden. Die Anschuldigungen basieren auf eigenen Geheimdienstinformationen und markieren ein erstes öffentliches Ansprechen dieser Art seitens Frankreichs gegen Russland, obwohl westliche Nationen zuvor ähnliche Vorwürfe erhoben hatten. Ein Dokument des französischen CERT liefert weitere Details zu den Angriffen durch APT28. Das Außenministerium untermauert seine Behauptungen mit einem Beispiel aus dem Jahr 2015: Der Fernsehsender TV5 Monde wurde damals Opfer einer Cyberattacke, die zunächst dem Islamischen Staat zugeschrieben wurde; Frankreich vermutet jedoch, dass hinter diesem Vorfall APT28 steckt. Die Gruppe soll zudem versucht haben, die französische Wahl 2017 zu beeinflussen. Im Kontext des Ukraine-Kriegs ist APT28 an Sabotageaktionen in der Ukraine und Angriffen auf europäische Verbündete beteiligt. Die EU hat bereits Sanktionen gegen Personen und Organisationen im Zusammenhang mit APT28 verhängt. Frankreich verurteilt Russlands Handeln als unzulässig für ein UN-Sicherheitsratsmitglied und als Verstoß gegen vereinbarte Cyber-Normen. Es bekräftigt seine Absicht, gemeinsam mit Partnern gegen diese Aktivitäten vorzugehen.
Schlagwörter: Frankreich + APT28 + Russland
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