Unraid 7.10: WLAN-Unterstützung und verbesserte Importfunktionen für Heimserver

Unraid, ein Linux-basiertes NAS-Betriebssystem, hat mit Version 7.10 eine neue Aktualisierung erfahren. Diese bringt mehrere erwähnenswerte Neuerungen und Verbesserungen für Heimserver-Administratoren. Eine der besten Funktionen ist die hinzugekommene Unterstützung für WLAN-Verbindungen. Obwohl ein kabelgebundener Anschluss typischerweise bevorzugt wird, ermöglicht Unraid 7.10 nun auch den Zugriff über WLAN-Netzwerke. Für das initiale Setup bleibt jedoch weiterhin eine lokale Monitor- und Tastaturverbindung oder eine kabelgebundene Netzwerkanbindung notwendig. Zukünftig soll dem USB Creator die Funktionalität hinzugefügt werden, das Drahtlosnetzwerk vor dem Startvorgang einzurichten, um diesen Prozess zu vereinfachen. Derzeit unterstützt Unraid allerdings lediglich ein einziges WLAN-Interface, das nicht an einem Verbund teilnehmen kann.

Ein weiteres Highlight ist die verbesserte Importierfunktion für Laufwerkspools aus anderen Systemen. So können nun ZFS-Pools von diversen Plattformen wie TrueNAS, Proxmox, Ubuntu oder QNAP direkt in Unraid integriert werden. Im Gegensatz zur vorherigen Vorgehensweise wählt Unraid bei der ersten Importierung nun automatisch die größte Partition, was den Importprozess vereinfacht. Zahlreiche kleinere Korrekturen runden das Update ab; beispielsweise werden nun auch deaktivierte Laufwerke wieder im Dashboard angezeigt.

Im Bereich der virtuellen Maschinen (VMs) wurden ebenfalls Fortschritte erzielt. Unraid integriert nun den Nouveau-Grafikkartentreiber, der standardmäßig deaktiviert ist, da die Entwickler davon ausgehen, dass die meisten Nutzerinnen und Nutzer den Nvidia-Treiber bevorzugen. Hinzu kommt die optionale Nutzung des CPU-Pinning, die die Steuerung der CPU-Cores für VMs flexibler gestaltet.

An der Benutzeroberfläche arbeiten die Entwickler kontinuierlich an einem responsiven Design, um die Benutzerfreundlichkeit auf verschiedenen Geräten zu optimieren. Darüber hinaus sollen einige Adblocker nicht mehr mit dem Dashboard interagieren und dessen Anzeige beeinträchtigen. Unter dem Strich basiert Unraid 7.10 nun auf dem Linux-Kernel 6.12.24, der einige vom Standard-Kernel abweichende Patches beinhaltet. Zusammenfassend bietet Version 7.10 eine Reihe von Verbesserungen und Erweiterungen, die den Komfort und die Funktionalität von Unraid für Heimserver-Administratoren weiter erhöhen.

Schlagwörter: Unraid + Creator + TrueNAS

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  • 7. Mai 2025