Apple prüft aktiv die Integration von KI-basierten Suchfunktionen in seinen Safari-Browser und plant wahrscheinlich eine Einführung im kommenden Jahr. Eddy Cue, Apples Senior Vice President für Services, äußerte diese Pläne während einer Veranstaltung und betonte dabei, dass die derzeit existierenden KI-Systeme noch nicht das Niveau erreicht haben, das Apple anstrebt. Der Fokus liegt insbesondere auf der Verbesserung der Genauigkeit und Leistungsfähigkeit von generativen KI-Modellen, um ein optimales Nutzererlebnis zu gewährleisten. Apple hat bereits Gespräche mit Anbietern wie Perplexity, OpenAI und Anthropic geführt, um die besten Optionen für Safari auszuwählen. Cue unterstrich die Bedeutung der Flexibilität in diesem dynamischen Umfeld, da das Feld der generativen KI sich schnell entwickelt. Die bestehende Vereinbarung mit OpenAI für andere KI-Dienste soll Apple nicht daran hindern, bei Bedarf zu einem anderen Anbieter wechseln zu können, sollte ein Wettbewerber einen entscheidenden Vorsprung erreichen.
Die Diskussion um KI-Suchfunktionen in Safari entstand im Kontext von Apples milliardenschwerer Partnerschaft mit Google. Google zahlt Apple jährlich rund 20 Milliarden Dollar, um als Standard-Suchmaschine in Safari verankert zu bleiben. Neben diesem Vertrag bietet Apple bereits eine ChatGPT-Integration in Siri an. Google arbeitet zudem daran, sein eigenes KI-Modell Gemini auf das iPhone zu bringen, was durch ein neues Abkommen naheliegend ist. Cue erwähnte einen bemerkenswerten Trend: Die Suchanfragen in Safari sind im letzten Monat zum ersten Mal seit 22 Jahren gesunken, was mit dem bestehenden Finanzmodell verbunden ist. Apple erhält einen Teil der Werbeeinnahmen aus Suchanfragen auf Safari durch die Vereinbarung mit Google. Weniger Suchanfragen führen somit zu geringeren Einnahmen für Apple, was Cue als eine Sorge beschreibt, die ihm schlaflose Nächte beschert. Die Entwicklung von KI-Suchfunktionen in Safari stellt somit sowohl eine strategische Anpassung an den technologischen Fortschritt als auch eine Reaktion auf veränderte Marktdynamiken dar.
Schlagwörter: Apple + Safari + Eddy Cue
Wie bewerten Sie den Schreibstil des Artikels?
