Die Entwicklercommunity rund um Dragonfly BSD hat mit einem knackigen Tempo an ihrem neuesten Release gearbeitet – nur neun Tage nach Update 6.4.1 prangt nun bereits Version 6.4.2 auf der Webseite. Für Administratoren, die Dragonfly BSD virtuell unter QEMU betreiben, ist dieses Update besonders relevant. Denn es enthält gleich mehrere Bugfixes, die in der vorherigen Version übersehen wurden.
Vor allem das Zählen der Zylinder von VirtIO-Blockgeräten wurde optimiert und liefert nun zuverlässige Ergebnisse auch für Laufwerke größer als 8 Gigabyte. Fdisk(8) profitiert ebenfalls von Verbesserungen im Zusammenhang mit TRIM und GPT-Partitionierung – allesamt Feinjustierungen, die die Installation von Dragonfly BSD vereinfachen sollen. Die Entwickler haben zudem fleißig an der Quellcode-Aufräumarbeit gearbeitet, um den Code sauberer und effizienter zu gestalten.
Nicht nur die Hardwareanbindungen wurden optimiert, auch seltene Kernel-Panics im Zusammenhang mit IPv6 konnten identifiziert und behoben werden. Ein kleines, aber wichtiges Detail: ein prev anstelle von next in einem vm_map_entry sorgte für Abstürze von Editoren wie Neovim, wenn viele Subprozesse aktiv waren. Matt Dillon selbst griff persönlich ein und löste diesen Bug. Und natürlich wurden auch Fehler im Chrome-/Chromium-Webbrowser adressiert.
Wer tief in die technischen Details einsteigen möchte, findet das vollständige Changelog auf der Projektseite – dort werden alle Änderungen transparent aufgeführt. Und selbstverständlich stehen auf der Projektseite auch USB- und ISO-Images für die Installation von Dragonfly BSD 6.4.2 kostenlos zum Download bereit.
Schlagwörter: Dragonfly BSD + QEMU + TRIM
(pz)

