Microsoft hat auf der Build-Entwicklerkonferenz die Integration von Grok-AI-Modellen in seine Azure AI Foundry-Plattform offiziell bestätigt. Mit dieser Erweiterung umfassen die Modelle Grok 3 und Grok 3 mini von xAI nun den Service. Microsoft betont, dass diese Modelle alle vertrauenswürdigen Service Level Agreements (SLAs) genießen werden, die Kunden aus anderen Microsoft-Produkten gewohnt sind. Die Verwaltung und Abrechnung erfolgen direkt durch Microsoft, das die Modelle über den Azure AI Foundry-Service an eigene Teams und Kunden bereitstellt. Diese Entscheidung für die Integration von Grok in Azure ist überraschend, da sie intern möglicherweise Debatten ausgelöst hat und bestehende Spannungen zwischen Microsoft und seinem Partner OpenAI weiter verschärfen könnte. Im vergangenen Jahr hat Microsoft stetig sein Azure AI Foundry-Geschäftsfeld ausgebaut und sich zügig an KI-Modellen anderer Labore angeschlossen, die in Konkurrenz zu OpenAI stehen.
Der Hintergrund dieser Entscheidung wird durch Berichte beleuchtet, wonach Microsoft-CEO Satya Nadella unter Druck stand, schnell auf den Hype um DeepSeek R1 zu reagieren, ein Modell, das weltweit Aufmerksamkeit erregte. Demnach wurden Ingenieure in dieser Phase mit hoher Dringlichkeit eingesetzt, um R1 für Azure AI Foundry verfügbar zu machen. Quellen vermuten, dass Nadella die Integration von Grok im Kontext einer Strategie sieht, die Microsoft als Plattform für fortschrittliche KI etablieren soll. Diese Entwicklung steht im direkten Kontrast zu den jüngsten öffentlich stattfindenden Streitigkeiten zwischen Elon Musk und OpenAI. Letzteres hatte Anfang dieses Monats eine Gegenklage gegen Musk eingereicht, da dieser die Geschäftspraktiken von OpenAI kritisierte und behauptete, Musk würde durch schlechte Taktiken dessen Fortschritte hemmen. Dieser Rechtsstreit ist Folge der chaotischen Trennung Musks von dem KI-Labor, das er vor beinahe einem Jahrzehnt mitbegründet hatte.
Auch in jüngster Vergangenheit haben sich die Spannungen zwischen den beiden Akteuren offenbart: OpenAI-Chef Sam Altman nutzte einen Post auf X (ehemals Twitter), um Grok kürzlich zu verspotten, nachdem xAI einen Vorfall mit seinem Modell hatte, bei dem es Behauptungen eines weißen Genozids in Südafrika als umstritten einstufte. Dieses Verhalten wurde von xAI einer „nicht autorisierten Modifikation“ des Grok-Codes zugeschrieben. Ähnliche Vorfälle, in denen Grok angeblich Quellen ignorierte, die Elon Musk oder Donald Trump mit Desinformation in Verbindung brachten, hatten bereits Anfang dieses Jahres stattgefunden und wurden von xAI einem ehemaligen OpenAI-Mitarbeiter zugeschrieben. Diese öffentliche Auseinandersetzung dient als weitere Illustration der komplexen und angespannten Beziehung zwischen den Akteuren im KI-Bereich.
Schlagwörter: Microsoft + xAI + OpenAI
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