Microsoft verschärft die Anforderungen an USB-C-Anschlüsse in Windows-11-Geräten und setzt damit einen Standard für zukünftige Laptops und Tablets. Ziel ist es, die Vision eines universellen Steckers endlich Realität werden zu lassen, indem jeder USB-C-Port mehr als nur Strom liefern kann. Derzeit erleben wir jedoch oft Frustration durch eingeschränkte Funktionen bei USB-C, obwohl es theoretisch ein breites Spektrum an Möglichkeiten gibt. Beispielsweise unterstützt USB4 Version 2.0 zwar bis zu 240 Watt Ladeleistung und 8K-Display-Output, aber diese Funktionen müssen nicht zwingend implementiert sein. Aus Daten von Windows zeigt sich deutlich, dass viele Geräte mit USB4-Anschlüssen unter Funktionsrestriktionen leiden. Nutzer erleben Situationen, in denen sie ein USB-C-Gerät anschließen, aber eine benötigte Funktion am PC-System fehlt.
Um diesem Dilemma entgegenzuwirken, hat Microsoft sein Windows Hardware Compatibility Program (WHCP) angepasst und neue Mindeststandards für alle USB-C-Ports in Windows-11-Geräten definiert. Hersteller, die Windows 11 vorinstallieren wollen, müssen diese Standards abdecken. Für USB4-Anschlüsse bedeutet dies konkret: Mindestens 15 Watt Ladeleistung über USB Power Delivery, Unterstützung für zwei externe 4K-Monitore mit 60 Hertz an einem einzigen Anschluss, PCI Express Tunneling für externe Grafikkarten und Kompatibilität mit Intels Thunderbolt 3. Thunderbolt, eng mit USB4 verwandt, setzt noch höhere Anforderungen. Microsoft ist sich bewusst, dass die Implementierung dieser neuen Standards Zeit brauchen wird. PC-Hersteller arbeiten bereits daran, bis in den kommenden Jahren WHCP-Konformität für die meisten Systeme zu erreichen. Bis dahin bleibt jedoch weiterhin die Möglichkeit, Geräte ohne diese neuen Mindeststandards auf dem Markt anzubieten.
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