Microsoft geht mit dem Digital Markets Act auf Tuchfühlung: Windows wird flexibler und nutzerfreundlicher im EWR.

Microsoft reagiert auf den Digital Markets Act (DMA) und implementiert weitere Anpassungen in Windows für Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR), nachdem bereits erste Schritte in Richtung Compliance eingeleitet wurden. Neben der bestehenden Option, Edge zu entfernen und Bing-Ergebnisse aus der Windows-Suche auszuschließen, erweitern sich die Änderungen nun um deutliche Nutzerautonomie im Umgang mit dem Microsoft Store und dem Standardbrowser. Im EWR können Nutzer ab sofort den Microsoft Store vollständig deinstallieren, was eine bemerkenswerte Änderung darstellt, da der Store bisher ein fester Bestandteil des Windows-Ökosystems war. Auch Aufforderungen zur Einrichtung von Edge als Standardbrowser werden reduziert, es sei denn, der Benutzer wählt bewusst diese Option. Diese Neuerung betrifft die Edge-Version 137.0.3296.52 ab dem 29. Mai und gilt bereits im EWR. Interessanterweise wird das Festlegen eines anderen Browsers als Standard (Chrome, Firefox etc.) automatisch mit einer Taskleisten-Verknüpfung versehen, sofern der Nutzer dies nicht verhindert. Zusätzlich werden die Anwendungsbereiche für die Standardbrowser-Zuordnung erweitert, sodass neben https und .html auch weitere Arten wie „read“, ftp und .svg berücksichtigt werden. Diese umfassenden Änderungen des Standardbrowsers sind für einige Nutzer im Beta-Kanal bereits aktiv und sollen im Juli flächendeckend auf Windows 10 und Windows 11 ausgerollt werden. Auch die Interaktion mit dem Microsoft Store wird flexibler gestaltet: Nach der Entfernung aus dem Startmenü bleibt die App über Updates erreichbar und kann jederzeit neu installiert werden. Dieser Ansatz gewährleistet, dass Nutzer auch ohne permanente Installation Zugriff auf Apps aus dem Store behalten. Weitere Anpassungen betreffen die automatische Aktivierung von Drittanbieter-Apps zur Integration ihrer Websuchergebnisse in der Windows-Suche bei der Installation. Die Möglichkeit, Suchanbieter basierend auf persönlichen Präferenzen zu ordnen, ergänzt das verbesserte Sucherlebnis. Mit Updates, die Anfang Juni erwartet werden, öffnet sich auch die Microsoft Bing-App sowie das Widgets-Board und der Sperrbildschirm standardmäßig mit dem gewählten Browser, was die Konsistenz im Browsing-Verhalten verstärkt. Diese kontinuierlichen Anpassungen durch Microsoft unterstreichen die ernsthafte Umsetzung des DMA und den Fokus auf Nutzerautonomie und Flexibilität im Windows-Ökosystem.

Schlagwörter: Microsoft Store + Windows + Edge

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  • 2. Juni 2025