Der Kauf der KI-Hardwarefirma io durch OpenAI hat weitreichende Konsequenzen und verwandelt zumindest auf dem Papier den ehemaligen Apple-Designchef Jony Ive in einen Milliardär. Der Deal, der Ive zum Großaktionär von OpenAI macht, bringt nicht nur ihm, sondern auch seiner wichtigen Partnerin Laurene Powell Jobs, der Witwe des Apple-Gründers Steve Jobs, erhebliche finanzielle Vorteile.
Die Financial Times berichtet über diese Entwicklung, wobei die enge Verbindung zwischen Powell Jobs und Ive deutlich wird. Ohne ihre Unterstützung hätte LoveFrom, Ives Designfirma, die er nach seinem Ausstieg aus Apple im Jahr 2019 gegründet hat, nicht existiert, so Ive selbst gegenüber der Londoner Finanzzeitung.
Powell Jobs, die durch das Erbe von Steve Jobs beträchtliche finanzielle Mittel besitzt, leitet neben anderen Aktivitäten das Emerson Collective, das unter anderem das liberale Magazin The Atlantic umfasst. Sie investierte in beide Unternehmen, zunächst in LoveFrom und anschließend in io, bevor diese nun an OpenAI verkauft wurden. Der Kaufpreis für io belief sich auf 6,4 Milliarden US-Dollar in Form von Anteilsscheinen, wobei die Investoren, einschließlich Ive, rund 5 Milliarden erhalten sollen, da OpenAI selbst zu den Mitgründern von io gehörte. Das genaue Produkt, das io entwickelt hat, ist noch nicht öffentlich, es handelt sich jedoch um eine Hardwarelösung im KI-Bereich, an der Ive seit zwei Jahren mit OpenAIs CEO Sam Altman arbeitet.
Der Marktstart ist für das kommende Jahr geplant und basiert auf dem Know-how eines Großteils des ehemaligen Apple-Designteams, das Ive mitgenommen hat. Allerdings fehlt dem Projekt derzeit noch eine zentrale Führungspersönlichkeit, vergleichbar mit der Rolle, die Steve Jobs einst für Jony Ive bei Apple innehatte.
Trotz fehlender konkreter Informationen über das Produkt und der Tatsache, dass OpenAI nicht an der Börse notiert ist, deutet vieles auf einen erheblichen materiellen Vorteil für Ive hin, möglicherweise sogar den Milliardärstatus, falls er diesen während seiner Zeit bei Apple noch nicht erreicht hatte. Neben Ive profitieren auch andere Partner wie sein Designkollege Marc Newson und natürlich Laurene Powell Jobs durch die OpenAI-Aktien, die aufgrund der hohen Nachfrage auf dem Sekundärmarkt wertvoll und wahrscheinlich liquide sind.
Die Transaktion verdeutlicht die wachsende Bedeutung des KI-Bereichs und die ambitionierten Pläne von OpenAI, unter der Führung von Sam Altman, um maßgeblich an dessen Entwicklung mitzuwirken.
Schlagwörter: Jony Ive + OpenAI + io
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