Die US-Regierung dreht am Schraubenzieher der Cybersicherheit, und das nicht zum ersten Mal. Stellenstreichungen haben Schlagzeilen erregt, jetzt legt das Heimatschutzministerium (DHS) mit seinem Budgetvorschlag für 2026 ein ungutes Omen auf den Tisch: Die Cybersicherheitsbehörde CISA muss fast eine halbe Milliarde Dollar einsparen. Ein bitterer Schnitt im Etat von knapp 2,8 Milliarden Dollar führt zu einem Rückgang um etwa 17 Prozent und sorgt für mächtige Wellen in der Behörde.
Knapp 95 Millionen US-Dollar sollen allein durch Personalkosten eingespart werden, ein Aspekt, der mit über 1000 Stellenstreichungen verbunden ist. Ein düsteres Bild zeichnet sich ab: Die Agentur leidet unter einem massiven Verlust von Führungskräften, was direkt mit den geplanten Kürzungen in Verbindung stehen könnte. Noch im März hatte die frühere CISA-Chefin Easterly ihre Bedenken bezüglich des Umbaus geäußert – ihre Warnungen scheinen sich nun zu bestätigen.
Doch während Kritiker die Zukunft der CISA als fragil einstufen, argumentiert die amtierende Chefin Bean mit Zuversicht: Das Team sei weiterhin ausreichend ausgebildet, um die Mission als Cybersicherheitsagentur erfolgreich zu erfüllen und auf diverse Cyberbedrohungen vorbereitet zu sein. Dennoch bleiben Fragen im Raum, ob die Regierung der CISA nicht gerade systematisch den Boden unter den Füßen wegzieht.
Die Einsparungen betreffen verschiedene Bereiche: Das 14-köpfige Team für Wahlsicherheit verschwindet – ein Szenario, das angesichts des politischen Kampfes zwischen Ex-CISA-Chef Chris Krebs und Präsident Trump wenig überraschend ist. Krebs hatte Trumps Behauptungen über Wahlbetrug vehement abgelehnt und dafür seinen Job verloren. Ebenso fällt eine Abteilung für Infrastruktursicherheit im Chemiesektor weg, eine Entscheidung, die bereits aus dem Jahr 2023 stammt. Ein weiteres Opfer der Sparmaßnahmen sind die Diversity, Equity, Inclusion (DEI)-Programme – ein Diktat des damaligen Präsidenten Trump, welches Bundesbehörden zur Schließung solcher Abteilungen zwang. Bei CISA bedeutet das den Verlust von 116 Arbeitsplätzen.
Die Zukunft der Cybersicherheit in den USA steht damit vor einer unsicheren Bewährungsprobe, während die Regierung scheinbar auf Kosten der Behörde ihre Budgetziele verfolgt. Ob Bean recht behalten wird oder ob die CISA tatsächlich kaputtsparrt wird, bleibt abzuwarten. Die kommenden Monate werden entscheidend für das Schicksal der Behörde und die nationale Cybersicherheit sein.
Schlagwörter: CISA + Bean + Trump
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