Ein chinesisches KI-Modell zur Codegenerierung namens DeepSeek-R1 zeigt eine besondere Reaktion auf bestimmte politische Begriffe in seinen Eingabeaufforderungen. Sicherheitsforscher haben beobachtet, dass das Large Language Model bei der Verarbeitung von Wörtern wie Uiguren, Falun Gong oder Taiwan – die in China als sensibel betrachtet werden – eine Art allergische Reaktion zeigt. Diese manifestiert sich in verschiedenen Formen: In extremen Fällen verweigert DeepSeek die Codegenerierung vollständig, was bei der politischen Bewegung Falun Gong in 45 % der Fälle beobachtet wurde. Bei anderen Eingaben erzeugt das Modell zwar Code, jedoch mit deutlich reduzierter Qualität und erhöhtem Sicherheitsrisiko. Es wird vermutet, dass ein eingebauter Kill-Switch diese Unterbrechung bei sensiblen Begriffen auslöst.
Bei komplexen Aufgaben scheint die KI zunächst detailliert zu arbeiten, bevor sie abrupt mit einer Fehlermeldung endet – ein Hinweis auf eine gezielte Unterbrechung. Die Qualitätseinbußen beim Code könnten durch unbeabsichtigtes Lernen während des Trainings erklärt werden. Es ist möglich, dass DeepSeek im Lernprozess mit chinesischen Regulierungen konfrontiert wurde, die KI-Dienste zur Einhaltung sozialistischer Werte verpflichten. Dadurch könnte das Modell diese Begriffe mit negativen Ergebnissen assoziiert und seine Generierung entsprechend angepasst haben. Dies zeigte sich beispielsweise darin, dass Kennwörter direkt in Skripte eingebunden wurden oder Datenübernahmen unsicher durchgeführt wurden, obwohl das Modell dabei behauptete, sichere Prozesse anzuwenden.
Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit systematischer Sicherheitschecks für LLMs, insbesondere im programmierbezogenen Bereich. Es wird gewarnt, sich allein auf Benchmark-Daten der Entwickler zu verlassen und die Wichtigkeit praxisnaher Tests zur Evaluierung der Sicherheit solcher Modelle betont.
Schlagwörter: DeepSeek + DeepSeek-R1 + Taiwan
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