Der Nachrichtenredakteur Dominic Preston, der über ein Jahrzehnt Erfahrung im Journalismus verfügt und zuvor bei Publikationen wie Android Police und Tech Advisor tätig war, beleuchtet die bevorstehende Ausweisung von OpenAIs ChatGPT und Microsofts Copilot aus WhatsApp. Hintergrund dieser Entwicklung sind geplante Änderungen der Nutzungsbedingungen der Messaging-App ab dem 15. Januar 2026, die die Integration nicht von Meta erstellter KI-Chatbots in WhatsApp verbieten. OpenAI hatte bereits vor einigen Wochen seinen Ausstieg angekündigt, gefolgt von Microsoft in dieser Woche. Beide Unternehmen begründen ihren Rückzug unisono mit den neuen Nutzungsbedingungen der WhatsApp Business Solution, die die Nutzung der Chatbot-Funktionalität durch Drittanbieter einschränken. Bis zum Inkrafttreten der Änderungen am 15. Januar 2026 bleiben beide Chatbots weiterhin in WhatsApp verfügbar. ChatGPT-Nutzer können ihre Konten mit WhatsApp verknüpfen, um ihren Chatverlauf zu sichern, während diese Option Copilot-Nutzern nicht zur Verfügung steht.
Diese Entscheidung von Meta spiegelt sich in einer im Oktober angekündigten Aktualisierung der WhatsApp Business API wider. Diese Änderung verbietet KI-Firmen die Nutzung der API als Vertriebsplattform für ihre Chatbots. Unternehmen, die Kundenservice oder Support-Chatbots betreiben, dürfen WhatsApp weiterhin nutzen, jedoch unter dem Vorbehalt, dass die KI selbst kein Produkt ist – eine strategische Maßnahme, um Wettbewerber im Bereich Künstliche Intelligenz daran zu hindern, die WhatsApp-Plattform für Kundenansprache zu missbrauchen. Ein Sprecher von Meta erklärte gegenüber TechCrunch, dass der Fokus der WhatsApp Business API auf der Unterstützung von Unternehmen liege, um effektiven Kundenservice und relevante Updates bereitzustellen und damit Zehntausende von Unternehmen bei der Nutzung dieser Möglichkeiten auf WhatsApp zu unterstützen.
Die Konsequenz dieser Entscheidung ist, dass auch andere Drittanbieter-KI-Chatbots wie Perplexity voraussichtlich bald ihren Ausstieg aus WhatsApp bekannt geben werden. Somit würde Meta ab Januar 2026 alleiniger Anbieter von KI-basierten Lösungen innerhalb der WhatsApp-Plattform bleiben. Dieser Schritt verschiebt das technologische Kräfteverhältnis und unterstreicht Metas ambitionierte Strategie, die Kontrolle über den Bereich Künstliche Intelligenz in seinem Ökosystem zu behalten.
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