Das KI-Unternehmen xAI hat es geschafft, seine KI-Software Grok auf den Philippinen wieder zugänglich zu machen. Nach einer zuvor verhängten Sperre durch das philippinische Cybercrime-Zentrum aufgrund von Bedenken hinsichtlich sexualisierter Deepfakes konnte xAI die Behörde davon überzeugen, dass entsprechende Änderungen am Tool die Entstehung dieser problematischen Inhalte verhindern würden. Diese Zusagen führten zur Aufhebung der Sperre, wie Bloomberg unter Berufung auf das Cybercrime-Zentrum berichtet. Die Philippinen waren vor einer Woche der dritte südostasiatische Staat nach Indonesien und Malaysia, der den Zugriff auf Grok eingeschränkt hatte. Während die Entscheidung in Manila nun rückgängig gemacht wurde, bestehen die Sperren in Indonesien und Malaysia bis dato weiterhin. Dieser Schritt stellt einen Erfolg für xAI dar, der zumindest teilweise die Kritik an Grok entschärft, die insbesondere aufgrund seiner Fähigkeit zur Generierung sexualisierter Deepfakes laut geworden war. Doch der Erfolg scheint nicht universell zu sein. Die EU-Kommission plant offenbar Maßnahmen gegen Grok, sollte das Tool nicht in der Lage sein, die vollständige Verhinderung der Erstellung unzulässiger, sexualisierter KI-Bilder zu gewährleisten. In einem Bericht des Handelsblatts wird angedeutet, dass sogar eine europaweite Sperre droht, falls xAI diese Herausforderung nicht konstruktiv lösen kann. xAI hatte zuvor bereits angekündigt, eine technologische Sperre implementieren zu wollen, um solche KI-Bilder zu verhindern. Allerdings gab es in der Vergangenheit Probleme mit der zuverlässigen Funktionsweise dieser Mechanismen. Die Aufmerksamkeit auf Grok wurde im Frühjahr durch die generierte Fülle an KI-Bildern verstärkt, wobei hauptsächlich reale Frauen und mitunter auch Minderjährige in unangemessener Kleidung dargestellt wurden. Nach anfänglicher Kritik reagierte xAI zunächst, indem die Bildgenerierung nur noch über direkte Chats oder gegen Bezahlung möglich wurde. Diese Regelung wurde jedoch vielfach als eine Verschiebung des Problems hin zu einem Premium-Angebot interpretiert. Daher versprach xAI letzte Woche erneut, diese Art der Bildgenerierung vollständig einzustellen.
Schlagwörter: xAI + Indonesien + Malaysia
Wie bewerten Sie den Schreibstil des Artikels?
