Die Speicherindustrie erlebt gerade eine turbulente Zeit, aber für einen Giganten wie SK Hynix scheint der Sturm eher ein Sonnenscheintag zu sein. Anfang des Jahres 2026 veröffentlichte das koreanische Elektronik-Powerhouse seine Zahlen für das vierte Quartal 2025, und was dort offenbar wurde, war wahrlich beeindruckend: Ein Umsatzsprung von 66 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal – auf stolze 32,8 Billionen Won (rund 19,2 Milliarden Euro). Diese gewaltige Steigerung lässt sich direkt an der aktuellen Knappheit im Speichermarkt erklären, insbesondere bei DRAM-Bausteinen für Arbeitsspeicher. Die Welt hungert nach schnellen Computern und leistungsstarken Servern, und SK Hynix liefert genau das, was gefragt ist – zumindest aus Sicht ihres Gewinnberichts.
Der Nettogewinn klettert um 90 Prozent auf beachtliche 8,9 Milliarden Euro, ein Wert, der allein durch die aktuelle Marktsituation möglich wird. Doch besonders deutlich zeigt sich das im operativen Bereich: Der Betriebsgewinn katapultiert sich um satte 137 Prozent auf 11,2 Milliarden Euro! Und was noch viel spektakulärer ist – die Betriebsmarge! Diese steigt um unglaubliche 17 Prozentpunkte auf einen schier unvorstellbaren Wert von 58 Prozent. Für Speicherchips, die normalerweise nur mit mageren Margen arbeiten, ist das ein Rekordwert. Der Grund? Die Preise für NAND-Flash-Speicher, die essenziell für SSDs sind, sind nicht so stark angestiegen wie die für DRAM. Gleichzeitig boomt jedoch High-Bandwidth Memory (HBM), DDR5 und GDDR7 für Grafikkarten – eine goldene Kombination für SK Hynix.
Die Zahlen von SK Hynix zeichnen ein Bild eines Unternehmens, das aus der Speicherkrise heraus gelernt hat und in dieser unruhigen Zeit glänzend abschneidet. Die Welt braucht Speicher, und wer liefert, wiegt sich im Licht des Erfolgs – zumindest solange die Nachfrage anhält.
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