European Open Source Awards: Auszeichnungen für Helden der Open-Source-Welt in Brüssel

Die European Open Source Academy (EOSA) verlieh in Brüssel ihre prestigeträchtigen European Open Source Awards. Im Fokus stehen Persönlichkeiten und Projekte, die maßgeblich zum Fortschritt der Open-Source-Szene in ganz Europa beitragen. Der höchste Preis, „Excellence in Open Source“, ging an Greg Kroah-Hartman. Dieser Softwareentwickler erlangt weltweite Anerkennung für seine jahrelange Tätigkeit als Betreuer des Linux-Kernels. Daniel Stenberg, Präsident der EOSA und selbst durch sein Werk Curl bekannt, hob Kroah-Hartmans Bedeutung hervor, indem er betonte: „Während andere die Grenzen von Linux ausloten, sorgt Greg dafür, dass das bereits Beste funktionstüchtig bleibt.“ Kroah-Hartman sichert den Kern des dominierenden Betriebssystems damit zuverlässig und stabil. Seine Arbeit ist essenziell für das Funktionieren unzähliger Anwendungen und Systeme auf globaler Ebene. Weitere Auszeichnungen gingen an Akteure der Open-Source-Community: Frank Karlitschek, Gründer und CEO von Nextcloud, erhielt eine besondere Auszeichnung für seine unternehmerischen Erfolge und seinen Einfluss auf den Aufbau einer europäischen Cloud-Lösung, die als offene Alternative zu US-amerikanischen Giganten positioniert ist. Jenny Molloy, leitende Forscherin an der Universität Cambridge und am Great Ormond Street Hospital, wurde für ihre Pionierarbeit in der Förderung offener Wissenschaft und Technologie im Gesundheitswesen geehrt. Matt Venn, Gründer von TinyTapeout, erhielt den Sonderpreis für Fähigkeiten und Ausbildung. Seine offene Hardwareplattform senkt die Hürden für Studierende und Ingenieure, eigene Mikrochips zu entwickeln und herzustellen, wodurch das Halbleiterdesign zugänglicher wird. Schließlich wurde der Sonderpreis für besonderen Beitrag zum Gemeinwohl an Software Heritage vergeben, ein weltweit anerkanntes Archiv für Open-Source-Software. Roberto Di Cosmo und Stefano Zacchiroli, die treibenden Kräfte hinter diesem Projekt, erhielten den Preis für ihre Arbeit im Aufbau dieser digitalen Bibliothek des Codes, die wichtige Software-Infrastrukturen für zukünftige Generationen sichert. Die Verleihung der European Open Source Awards ist mehr als nur eine Festveranstaltung. Sie verkörpert den Geist der Zusammenarbeit und Innovation, der die Open-Source-Bewegung antreibt. Ab 2028 übernimmt die EOSA die volle Verantwortung für die Ausrichtung dieser Preise, die unter strenger fachlicher Bewertung und unabhängiger Ratifizierung durch die Akademie selbst stattfinden werden. Diese Entwicklung unterstreicht die wachsende Bedeutung und Eigenständigkeit der Open-Source-Szene in Europa.

Schlagwörter: European + EOSA + Greg Kroah-Hartman

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  • 7. Februar 2026