TEPCO testet Roboter zur Bergung von geschmolzenem Material in Fukushima

TEPCO, der Betreiber des Atomkraftwerks Fukushima Daiichi, plant den Einsatz von Robotern zur Bergung von geschmolzenem und hochradioaktivem Material. Das Unternehmen hat nun erste Versuche unternommen, um dieses Ziel zu erreichen. Mit Hilfe eines ferngesteuerten Roboters war es möglich, winzige Teile von simulierten Brennelementfragmenten aufzunehmen.

Ursprünglich war geplant, dass die Bergung der geschmolzenen Brennelemente im Reaktorblock Daiichi 2 bis Ende 2021 beginnen sollte. Jedoch gestalteten sich die Aufräumarbeiten schwieriger als erwartet, was zu wiederholten Verzögerungen führte. Nun hat TEPCO einen ersten Schritt unternommen, indem sie testweise Granulat aus einem Kieshaufen in der Werft von Mitsubishi Heavy Industries in Kobe, Japan, geborgen haben.

Zu diesem Zweck wurde von Mitsubishi Heavy Industries ein Roboter entwickelt, der mit einem Teleskoprohr und einer Greifzange ausgestattet ist. TEPCO plant nun, mit Hilfe dieses Roboters eine erste Testentnahme im verstrahlten Reaktorblock durchzuführen. Dabei soll ungefähr 3 Gramm radioaktives Material entfernt werden.

Yusuke Nakagawa, ein Gruppenleiter bei TEPCO für das Programm zur Bergung von Brennelementtrümmern, betont die Bedeutung dieser Testentnahme von Brennelementtrümmern aus Block 2 als einen entscheidenden Schritt, um die anstehenden Stilllegungsarbeiten kontinuierlich voranzutreiben. Es ist von großer Bedeutung, dass wir sicher und kontinuierlich mit der Testentfernung voranschreiten. Es liegt jedoch noch eine beträchtliche Menge Arbeit vor den Robotern.

Es wird vermutet, dass sich in den drei beschädigten Reaktoren von Fukushima insgesamt etwa 880 Tonnen hochradioaktiver, geschmolzener Kernbrennstoff befinden. Zu Beginn des Jahres wurden bereits vier kleine Drohnen eingesetzt, um den Sicherheitsbehälter des Reaktors 1 zu untersuchen und Bilder von den Bereichen aufzunehmen, die für Roboter unzugänglich waren.

Schlagwörter: TEPCO + Fukushima Daiichi + Mitsubishi Heavy Industries

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  • 29. Mai 2024