Microsoft und Tencent kooperieren: Mobile-Apps bald auch für Windows-Nutzer

Microsoft hat bei einer Tencent-Konferenz in Peking eine Ankündigung gemacht, die für Aufsehen sorgt. Im März hatte das Unternehmen das Ende des Windows Subsystems für Android (WSA) verkündet und Amazon daraufhin die erforderlichen Basisdateien aus dem Microsoft Store entfernt. Doch nun arbeitet Microsoft in Zusammenarbeit mit dem Tencent App Store zusammen, um Mobile-Apps direkt zu starten.

Dank dieser Zusammenarbeit können Windows-Nutzer in Zukunft Mobile-Apps über verschiedene Kanäle wie den App-Store, das Startmenü, die Windows-Suche oder Bing suchen. Der Microsoft Store wird den Download und die Installation über den Store auslösen und auch Verknüpfungen für diese Apps erstellen. Durch einen Klick auf den Link können die Apps dann auf dem Desktop gestartet werden.

Die Zusammenarbeit mit Tencent zielt vor allem auf den chinesischen Markt ab, wo Windows-Nutzer über den Tencent-App-Store-Bereich im Microsoft Store nahtlos auf Mobile-Apps und Smartphone-Spiele zugreifen können sollen. Dies gilt auch für Anwendungen, die für die ARM-Prozessorarchitektur entwickelt wurden. Es ist geplant, dass zum Start etwa 1500 Mobile-Apps zur Verfügung stehen werden.

Die Integration von PC- und Mobilgeräten soll das Problem der unzureichenden Content-Versorgung auf dem PC-Markt lösen. Laut Marktforschungsdaten ist das Volumen der verkauften Mobiltelefone und die Anzahl der Apps in den letzten Jahren gesunken, während der Verkauf von PCs stabil geblieben ist. Im PC-Bereich ist die Anzahl der installierten Apps pro Nutzer schwach, während Smartphone-Nutzer im Durchschnitt 68 Apps pro Nutzer haben.

Um eine nahtlose Integration auf PCs zu ermöglichen, nutzt die Technologie Intel Bridge und Celadon, um die Grenze zwischen der x86- und ARM-Architektur zu überwinden. Dadurch können auch die PC-Kamera, das Mikrofon und Ortungsdienste genutzt werden. Zudem ist es möglich, Multitasking und den Mehrfensterbetrieb zu verwenden.

Die Mobile-App-Engine auf Android-Basis wurde auf Version 13 aktualisiert, was ein bedeutendes Update darstellt. Die Intel-Plattform bietet den Mobile-Apps eine optimale KI-Performance, die integrierten Grafikkarten sorgen für verbesserte Display-Performance und die hohen Frameraten und Videoverbesserungen gewährleisten eine hochwertige Erfahrung auf HD-Bildschirmen.

Es bleibt jedoch unklar, ob diese Integration von Android-Apps in Windows auf den chinesischen Markt beschränkt bleibt oder ob sie auch auf andere Märkte ausgeweitet werden soll. Microsoft hat dazu bisher keine konkreten Informationen bekannt gegeben.

Schlagwörter: Microsoft Store + Microsofts + App Store

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  • 29. Mai 2024