Chinesischer Hacker betrieb weltweites Botnetz über VPN-Programme

Ein Beamter des Handelsministeriums beschreibt das Schema als etwas, das wie aus einem Drehbuch gerissen wirkt. Angeblich war der 35-jährige Chinese YunHe Wang an einem weltweiten Botnetz beteiligt, das VPN-Programme nutzte, um über 19 Millionen IP-Adressen zu infizieren.

Laut dem Justizministerium soll Wang nach der Verbreitung von Malware über Programme wie MaskVPN und DewVPN das Botnetz betrieben haben und Zugang zu den infizierten IP-Adressen verkauft haben. Gemäß den Angaben des Ministeriums haben die Kunden von Wang ihre eigenen Verbrechen begangen, während sie sich hinter den verschleierten Proxy-Adressen versteckt haben.

Gemäß einer Aussage von Justizminister Merrick Garland ermöglichte das Botnetz mit dem Namen 911 S5 eine Vielzahl von kriminellen Aktivitäten, darunter Cyber-Angriffe, weitreichenden Betrug, Kindesausbeutung, Belästigung, Bombendrohungen und Verstöße gegen den Export.

Der Direktor des Federal Bureau of Investigation, Christopher Wray, erklärte, dass die USA mit internationalen Partnern zusammengearbeitet haben, um die Operation zu zerschlagen, die Computer in fast 200 Ländern infiziert hat.

Laut Matthew S. Axelrod, dem stellvertretenden Sekretär für Exportkontrolle im Handelsministerium, ermöglichte das Schema Kriminellen weltweit den Zugriff auf Millionen von mit Malware infizierten Computern, was ihnen erlaubte, Milliarden von Dollar zu stehlen, Bombendrohungen zu übermitteln und Kindesausbeutungsmaterial auszutauschen.

Die angeblichen Erlöse des Schemas in Höhe von 100 Millionen wurden angeblich dazu verwendet, Luxusautos, Uhren und Immobilien zu erwerben. Angeblich war das Schema von 2014 bis Juli 2022 aktiv.

Kompromittierte Computer sollen für verschiedene andere Verbrechen genutzt worden sein, darunter Betrug bei Pandemiehilfsprogrammen. Laut Angaben des Justizministeriums stammen etwa 560.000 betrügerische Versicherungsansprüche von den kompromittierten IP-Adressen, was zu betrügerischen Verlusten von über 5,9 Milliarden Dollar geführt hat.

Am Dienstag verkündete das Finanzministerium, dass es Sanktionen gegen Wang und zwei weitere chinesische Staatsangehörige aufgrund ihrer vermeintlichen Beteiligung an dem Botnetz verhängt hat. Zudem wurden Transaktionen mit ihnen oder ihren benannten Organisationen untersagt.

Das Justizministerium gibt an, dass Wang bis zu 65 Jahre Gefängnis drohen, falls er wegen sämtlicher Anklagepunkte verurteilt wird, darunter substantieller Computerbetrug und Verschwörung zur Geldwäsche.

Schlagwörter: Chinese YunHe Wang + MaskVPN + DewVPN

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  • 29. Mai 2024