Der Chef der Künstlichen Intelligenz (KI) bei Microsoft, Mustafa Suleyman, hat mal wieder für Aufsehen gesorgt. In einem Interview mit dem CNBC-Reporter Andrew Ross Sorkin äußerte er fälschlicherweise die Überzeugung, dass alles, was im offenen Internet veröffentlicht wird, zu Freeware wird und von jedermann frei kopiert und verwendet werden kann. Na, das ist ja mal eine Aussage, die für Diskussionen sorgt!
Suleyman erklärte, dass es seiner Meinung nach einen sozialen Vertrag gibt, der besagt, dass Inhalte, die bereits im offenen Web vorhanden sind, fair genutzt werden dürfen. Er behauptete, dass es für jeden möglich sei, diese Inhalte zu kopieren, neu zu erstellen und zu reproduzieren, da dies als kostenlose Software verstanden werde. Na, da hat wohl jemand die Urheberrechtsgesetze nicht ganz verstanden.
Natürlich haben diese Aussagen für zahlreiche Kontroversen gesorgt. Microsoft und OpenAI sind derzeit mit mehreren Klagen konfrontiert, in denen behauptet wird, dass sie urheberrechtlich geschützte Online-Geschichten stehlen, um ihre generativen KI-Modelle zu trainieren. Da ist es nicht überraschend, dass ein Manager von Microsoft solche Aussagen tätigt und sie als legal verteidigt. Aber mal ehrlich, wie kann man sich so öffentlich und deutlich irren?
KI-Unternehmen führen verschiedene Argumente an, um die Bezahlung von urheberrechtlich geschützten Inhalten infrage zu stellen. Sie behaupten, dass das Training mit solchen Inhalten unter die Fair-Use-Bestimmungen fällt. Aber die meisten Unternehmen waren nicht so dreist wie Suleyman, wenn es darum ging, öffentlich darüber zu sprechen. Vielleicht sollten sie sich lieber mal Rat bei einem Anwalt holen, der sich mit Urheberrecht auskennt.
Es ist wichtig zu erwähnen, dass ein Werk automatisch durch das Urheberrecht in den USA geschützt ist, sobald es erstellt wird. Es ist nicht erforderlich, einen Antrag zu stellen, und man verliert seine Rechte sicherlich nicht, indem man es im Internet veröffentlicht. Also, liebe KI-Unternehmen, ihr könnt nicht einfach alles kopieren und behaupten, es sei Freeware.
Suleyman scheint zu glauben, dass die Idee von robots.txt etwas bewirken könnte. Er denkt wohl, dass die Angabe, welche Bots nicht auf einer bestimmten Website suchen dürfen, Menschen davon abhalten könnte, ihren Inhalt zu übernehmen. Na ja, das ist wohl eher eine rechtliche Grauzone und wird wahrscheinlich seinen Weg durch die Gerichte finden. Robots.txt ist jedenfalls kein juristisches Schriftstück.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die rechtliche Situation in Bezug auf das Urheberrecht im Zusammenhang mit KI entwickeln wird. Derzeit sind Microsoft und OpenAI mit Klagen konfrontiert, die dieses Thema betreffen. Es ist klar, dass es weiterhin eine kontroverse Debatte darüber geben wird, ob KI-Unternehmen das geistige Eigentum der Welt stehlen dürfen oder nicht. Hoffen wir mal, dass die Gerichte hier für Klarheit sorgen können. Sonst wird das noch ganz schön kompliziert für die KI-Branche.
Schlagwörter: Mustafa Suleyman + OpenAI + KI
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