Ab dem 30. Juni 2024 wird es für Ärzte und Psychotherapeuten heiß hergehen – zumindest, was den elektronischen Arztbrief betrifft. Denn ab diesem Datum müssen sie ihre ärztlichen Botschaften elektronisch über die Telematikinfrastruktur versenden. Klingt fancy, oder? Aber keine Sorge, es ist nicht so kompliziert, wie es sich anhört.
Der eArztbrief, wie er liebevoll genannt wird, ermöglicht eine blitzschnelle und sichere Übermittlung wichtiger Behandlungsinformationen von Patient zu Patient. Kein lästiges Faxen oder mühsames Tippen mehr! Die Zeiten, in denen man mit einem Zettelchen in der Hand von Praxis zu Praxis rennen musste, sind vorbei. Stattdessen wird mit wenigen Klicks der elektronische Heilberufsausweis geschwungen und schon fliegen die Daten nur so durch die Leitungen.
Natürlich müssen die Ärzte und Psychotherapeuten erst einmal für den eArztbrief fit gemacht werden. Neben dem elektronischen Heilberufsausweis brauchen sie ein Kartenterminal, einen KIM-Dienst und eine KIM-Adresse. Klingt nach einer Menge Technik-Kram, aber hey, wer in der heutigen Zeit als Arzt arbeiten will, muss eben auch ein bisschen nerdig sein.
Was genau wird denn nun im eArztbrief übermittelt? Ganz einfach: Name, Geburtsdatum, Wohnort, Krankenkasse und natürlich Infos zur Behandlung. Damit das Ganze auch funktioniert, müssen die Ärzte die Empfängeradresse im Verzeichnisdienst der Telematikinfrastruktur recherchieren. Klingt nach einer spannenden Detektivarbeit, oder?
Aber Moment mal, da war doch noch was! Laut Plänen des Bundesgesundheitsministeriums soll der eArztbrief ab 2025 auch in der elektronischen Patientenakte gespeichert werden können. Das heißt, in Zukunft dürfen wir uns dann über eine Akte freuen, die mehr elektronische Briefe enthält als ein Postfach von einem durchschnittlichen Influencer. Da werden die Daten nur so fließen!
Natürlich bleibt auch beim eArztbrief nichts ohne Folgen. Wer die TI-Pauschale nicht kürzen lassen will, muss seit März eine fancy Software haben, die vom KBV für den elektronischen Arztbrief zertifiziert ist. Das ist sozusagen der Ritterschlag für die Praxen – wer das nicht hat, kann sich gleich in die Ecke stellen und schämen gehen.
Und was sagen eigentlich die Ärzte selbst zu dem Ganzen? Dr. Claudia Neumann von der KBV hat da so ihre Bedenken. Im Verzeichnisdienst der Telematikinfrastruktur sind die Krankenhäuser und die Entlassbriefe nämlich noch nicht verfügbar. Das heißt, entweder bekommen wir die Infos drei Wochen später per Fax – wenn wir Glück haben – oder der Patient bringt einfach einen Ausdruck mit. Kann ja auch mal ganz oldschool sein, oder?
Also, liebe Ärzte und Psychotherapeuten, zieht euch warm an! Der eArztbrief kommt und er wird nicht warten. Aber hey, wir schaffen das! Schließlich sind wir doch alle Profis im Klicken, Tippen und Senden. Lasst uns die Telematikinfrastruktur rocken!
Schlagwörter: KBV + Fax + Claudia Neumann
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