Rechenzentren als Energiefresser: Bill Gates bleibt gelassen, aber sollten wir das auch?

Rechenzentren, die zur Schulung Künstlicher Intelligenzen (KI) genutzt werden, sind wahre Energiefresser. Da kann man schon mal ins Schwitzen kommen. Aber nicht Bill Gates! Der Mann, der die Welt mit Microsoft revolutioniert hat, scheint sich kaum Sorgen um den Energieverbrauch der Rechenzentren zu machen. Trotz des starken Wachstums der Rechenleistung durch große Unternehmen wie Amazon, Google, Meta und Microsoft selbst, um immer komplexere KI-Modelle zu trainieren, findet er die Bedenken bezüglich des Energiebedarfs übertrieben. Na, wenn er meint…

Aber mal ganz ernsthaft, der Ausbau der Rechenzentren hat tatsächlich erhebliche Auswirkungen auf unsere Umwelt. Schließlich werden dafür enorme Produktionsressourcen benötigt und der Betrieb der Rechenzentren erfordert eine beträchtliche Menge elektrischer Energie. Da kann man nicht einfach die Augen davor verschließen. Selbst die geschickteste Täuschung mit grünem Anstrich kann diese Tatsache nicht verbergen.

Auf einer Veranstaltung seines Energieunternehmens Breakthrough Energy in London hat Gates seine Ansichten zu diesem Thema kundgetan. Seiner Meinung nach sollten wir den Energiebedarf von Rechenzentren nicht überdramatisieren. Im schlimmsten Fall würden Rechenzentren zu einem zusätzlichen Energiebedarf von 6 % führen, wahrscheinlich jedoch nur von 2 bis 2,5 %. Na dann, alles halb so wild, oder? Aber Moment mal…

Die Frage ist nun, ob KI tatsächlich dazu beitragen kann, den Energiebedarf zu senken. Und hier lautet die Antwort definitiv ja. Denn große Tech-Unternehmen, auch bekannt als Hyperscaler, leisten bereits einen erheblichen Beitrag zur Finanzierung des Ausbaus erneuerbarer Energieerzeugung. An einigen Standorten gibt es sogar Engpässe bei der Stromversorgung, weshalb die Betreiber auf alle verfügbaren Stromquellen zurückgreifen müssen. Das ist doch schon mal ein guter Anfang, oder nicht?

Aber wie viel Energie verbrauchen die Rechenzentren eigentlich? Laut Schätzungen der Internationalen Energieagentur (IEA) werden alle Rechenzentren weltweit im Jahr 2023 voraussichtlich mehr als 500 Terawattstunden elektrische Energie verbraucht haben. Puh, das ist eine ganz schöne Menge. Und das beinhaltet noch nicht einmal die herkömmlichen Server und Krypto-Miner, die beide schwer vorherzusagen sind. Wenn dieser Trend so weiter geht, könnten wir im Jahr 2026 jährlich über 800 TWh erreichen. Das ist echt viel Energie!

Aber da gibt es noch eine kleine Hoffnung. Es gibt Anzeichen für ein exponentielles Wachstum, das eine mögliche Kapazität von über 1000 TWh ermöglichen könnte. Und wer ist dafür verantwortlich? Richtig, das KI-Training! Diese kleinen Algorithmen nehmen ganz schön viel Energie in Anspruch.

Zum Vergleich: Der deutsche Energiebedarf im Jahr 2023, einschließlich der lokalen Industrie, wird laut Schätzungen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) bei etwa 467 TWh gelegen haben. Das ist schon eine ordentliche Hausnummer. Und wenn man bedenkt, wie viel Energie allein die Rechenzentren für das KI-Training benötigen, dann ist das definitiv nicht zu vernachlässigen. Das hat Auswirkungen auf unseren nationalen Energieverbrauch, das kann man nicht leugnen.

Es bleibt abzuwarten, wie sich der Energiebedarf von Rechenzentren in Zukunft entwickeln wird. Aber eins ist klar: Maßnahmen müssen ergriffen werden, um den Energieverbrauch zu reduzieren und den Einsatz erneuerbarer Energien zu fördern. Nur so können wir eine nachhaltige Nutzung von Künstlicher Intelligenz gewährleisten. Also, liebe Tech-Giganten, es wird Zeit, etwas zu tun! Denn sonst wird euch die Energieproblematik schneller einholen als ein Selfie mit Bill Gates.

Schlagwörter: Bill Gates + KI + Amazon

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  • 1. Juli 2024