Der Rat für deutsche Rechtschreibung aktualisiert sein Regelwerk: Neue Wörter und strenge Regeln – Happy Schreiben!
Es ist wieder soweit, liebe Freunde der Rechtschreibung! Der Rat für deutsche Rechtschreibung hat mal wieder ein Update seines Regelwerks veröffentlicht. Und diesmal haben sie sich besonders den neumodischen Sprachphänomenen gewidmet, die uns soziale Medien beschert haben. Ja, es ist wahr, der Rat hat endlich erkannt, dass wir nicht mehr nur auf Papier schreiben und dass „timen“, „mailen“, „liken“ und „faken“ längst feste Bestandteile unserer Alltagssprache geworden sind. Da hat der gute alte Duden schon vor Jahren vorgelegt und der Rat zieht nun endlich nach. Besser spät als nie, sage ich!
Aber Moment mal, was bedeutet das eigentlich für uns? Nun, zum einen können wir uns freuen, dass wir diese Wörter jetzt offiziell in unseren Texten verwenden dürfen, ohne schief angeschaut zu werden. Das ist doch mal was! Und wenn wir mal ehrlich sind, wer von uns hat nicht schon mal eine E-Mail geschrieben oder etwas geliked? Also, ich zumindest bin da ganz vorne mit dabei.
Doch Vorsicht ist geboten, denn der Rat hat auch ein paar strenge Regeln aufgestellt. Denn wenn wir ausdrücken wollen, dass wir etwas getan haben, müssen wir uns an bestimmte Formen halten. Also ist es richtig zu sagen, dass wir etwas „geliked“ oder „gelikt“ haben, aber „geliket“ ist ein absolutes No-Go. Genauso verhält es sich mit dem Faken. „Gefaked“ oder „gefakt“ sind erlaubt, aber „gefaket“ wird nicht akzeptiert. Klingt kompliziert? Ja, das ist es definitiv. Aber wir sind ja alle Profis, nicht wahr?
Und dann gibt es da noch die Sache mit den Partizipien. Oh je, jetzt wird es wirklich knifflig. Wenn wir zum Beispiel von einer gefälschten Nachricht sprechen, ist „die gefakte Nachricht“ korrekt, aber „die gefakede Nachricht“ ist ein absolutes No-Go. Versteht ihr das? Ich auch nicht so ganz, aber wir müssen uns wohl oder übel daran gewöhnen. Der Rat hat schließlich das letzte Wort.
Was das Thema Gendering angeht, da hält sich der Rat vornehm zurück. Keine verbindlichen Regeln zum Gebrauch von Sternchen oder Doppelpunkten. Das überlassen sie lieber den Institutionen und der Politik. Na, dann können wir ja weiterhin fröhlich darüber diskutieren, wie wir unsere Sprache geschlechtergerecht gestalten können.
Ach ja, und für diejenigen unter euch, die gerne schmökern: Das aktualisierte Regelwerk umfasst nun stolze 348 Seiten im PDF-Format. Ja, ihr habt richtig gehört, 348 Seiten! Da war die Ausgabe von 2016 mit ihren 284 Seiten ja geradezu eine Kurzfassung. Aber hey, wer braucht schon Platz im Bücherregal, wenn man alles digital haben kann?
Also, liebe Sprachbegeisterte, auf geht’s! Lasst uns die neuen Regelungen erkunden und unsere Texte mit den neuesten Anglizismen aufpeppen. Denn wir wollen doch alle auf dem neuesten Stand sein, oder etwa nicht? In diesem Sinne: Happy Schreiben!
Schlagwörter: .Im Bürokratendeutsch
Wie bewerten Sie den Schreibstil des Artikels?
