Kryptowährungsbesitzer sind argumentativer und antiautoritärer als Nicht-Besitzer – na, wer hätte das gedacht?

Kryptowährungsbesitzer sind argumentativer und antiautoritärer als Nicht-Besitzer – na, wer hätte das gedacht? Eine spannende Studie vom 09.07.2024 hat genau das herausgefunden. Die Forschungsergebnisse wurden von dem Psychologen Shane Littrell von der University of Toronto in Zusammenarbeit mit Forschern der University of Miami erhoben und in der Fachzeitschrift PLOS ONE veröffentlicht.

Die Studie zeigt, dass Mitglieder der Kryptogemeinschaft ihre Nachrichten bevorzugt von weniger bekannten Social-Media-Seiten beziehen. Das erklärt vielleicht, warum sie manchmal so wild argumentieren – sie haben schließlich Informationen, die nicht jeder hat. Die Kultur der Kryptowährungen zeichnet sich ja sowieso durch Anonymität und unregulierte Märkte aus.

Aber zurück zur Studie. Die Forscher haben verschiedene Persönlichkeits- und demografische Merkmale identifiziert, die den Unterschied zwischen Krypto-Investoren und Nicht-Nutzern dieser Währung ausmachen. Frühere Untersuchungen hatten ja schon angedeutet, dass Kryptobesitzer psychologisch abweichend und politisch nicht dem Mainstream entsprechend sind. Jetzt haben wir endlich den Beweis!

Die Befragung von 2.001 US-amerikanischen Erwachsenen im Jahr 2022 hat gezeigt, dass Kryptowährungsbesitzer eine stärkere Neigung zu Verschwörungstheorien haben. Na klar, wer sonst sollte auch an den geheimen Machenschaften der Weltelite interessiert sein? Außerdem unterstützen sie politische Extremisten und identifizieren sich mit politischen Orientierungen außerhalb des links-rechts-Spektrums, wie zum Beispiel dem christlichen Nationalismus. Und als ob das nicht genug wäre, weisen sie auch noch Persönlichkeitsmerkmale wie Narzissmus, Machiavellismus, Psychopathie und Sadismus auf. Da hat wohl jemand zu viel Zeit in dunklen Ecken des Internets verbracht!

Aber die Studie hat auch interessante Ergebnisse zu Tage gebracht. Es stellt sich heraus, dass die Abhängigkeit von Randgruppen in sozialen Medien für den Besitz von Kryptowährungen der stärkste Faktor ist. Das bedeutet, je mehr Zeit man auf obskuren Social-Media-Seiten verbringt, desto eher wird man zum stolzen Besitzer von Bitcoin und Co. Außerdem sind männliches Geschlecht, Argumentationsfähigkeit, höheres Einkommen und das Gefühl, ein Opfer zu sein, stark mit dem Kryptobesitz assoziiert. Da muss wohl jemand seine Männlichkeit beweisen und sich als armes Opfer des Systems fühlen.

Natürlich muss man hier auch vorsichtig sein. Die Wissenschaftler weisen darauf hin, dass aufgrund der begrenzten Stichprobengröße und der Selbstauswahl der Teilnehmer keine kausalen Zusammenhänge aus den festgestellten Korrelationen abgeleitet werden können. Das heißt, wir können nicht mit Sicherheit sagen, ob Kryptobesitzer wirklich argumentativere und antiautoritärere Menschen sind. Aber hey, die Studie hat auf jeden Fall für Aufsehen gesorgt!

Die Forscher schlagen vor, zukünftig den Einfluss bestimmter Medien oder Rhetorik auf den Kryptobesitz genauer zu untersuchen. Das wäre doch mal spannend! Vielleicht finden wir dann heraus, ob es wirklich eine Verbindung zwischen dem Besitz von Kryptowährungen und einer argumentativeren und antiautoritären Einstellung gibt. Oder ob es einfach nur ein Zufall ist, dass diejenigen, die gerne in Bitcoin und Co. investieren, auch gerne mal gegen den Strom schwimmen.

Bis dahin können wir uns weiterhin über die wilden Diskussionen und Verschwörungstheorien der Kryptogemeinschaft amüsieren – oder uns vielleicht sogar von ihnen inspirieren lassen. Wer weiß, vielleicht steckt ja doch ein bisschen Wahrheit in all dem Krypto-Wahnsinn.

Schlagwörter: Shane Littrell + University + 09.07.2024

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  • 9. Juli 2024