Die Vielfalt der KI: Von Terminologien bis hin zur International Classification of Diseases (ICD) in der Medizin

Die Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) in anspruchsvollen Bereichen wie der Medizin ist äußerst komplex. Fehlerhafte Entscheidungen durch KI können schwerwiegende Folgen haben. Glücklicherweise existieren Technologien, die dazu beitragen können, die aktuellen KI-Modelle zuverlässiger und sicherer zu gestalten.

In der Zeit der Corona-Pandemie wurde viel über Inzidenzen und R-Werte gesprochen. Heute stehen jedoch Begriffe wie LLM, Transformer-Architekturen und Generative Modelle im Mittelpunkt. Es ist wichtig zu beachten, dass eine Vielzahl von unterschiedlichen Technologien oft auf diese beiden Buchstaben reduziert wird. Das, was allgemein als KI bezeichnet wird, ist lediglich einer von mehreren Ansätzen zur Implementierung künstlicher Intelligenz.

In der medizinischen Praxis wird im Gegensatz zu den Machine-Learning-Modellen das Wissen in Terminologien und Ontologien gespeichert. Ontologien stammen ursprünglich aus dem Bereich der Philosophie und dienen dazu, die Welt in das, was real existiert, und das, was potenziell möglich ist, zu unterteilen. Im Bereich der Informatik wurde eine gewisse Formalisierung erforderlich, und es wurden Sprachen entwickelt, um Wissen abzubilden. Diese Sprachen werden als Beschreibungslogiken bezeichnet und basieren auf formaler Logik.

In den 1980er-Jahren wurden die ersten Wissenssysteme entwickelt, die auf dieser Grundlage basierten. Das Description Logic Handbook von Baader et al. aus dem Jahr 2003 fasst den aktuellen Stand der Technologie zusammen und gilt als maßgebliches Standardwerk.

In der medizinischen Praxis werden Terminologien seit langem genutzt, um eine strukturierte Dokumentation zu ermöglichen. Hauptsächlich werden Klassifikationen verwendet, die eine spezielle Form von Terminologien darstellen und zur Gruppierung in Klassen dienen. Die International Classification of Diseases (ICD) wurde ursprünglich zur Statistik der Mortalität entwickelt, um Todesursachen zu untersuchen. Im Laufe der Zeit hat sich die ICD weiterentwickelt und bildet heute in vielen Ländern der Welt eine wesentliche Grundlage für die Steuerung der Finanzierung von Gesundheitssystemen.

Die ICD wurde regelmäßig aktualisiert und befindet sich derzeit in der 10. Revision. Es findet jedoch eine Veränderung statt, bei der eine neue Terminologie eingeführt wird. Die Version 11 hat daher eine bedeutende strukturelle Überarbeitung durchlaufen. Die Darstellung von Hierarchien, wie sie im Beispiel von Diabetes gezeigt werden, ist heutzutage nicht mehr so einfach umsetzbar. Klassifikationen entwickeln sich entsprechend dem aktuellen medizinischen Wissensstand und je nach Anwendungsbereich.

Es ist von großer Bedeutung, dass es keine Unterbrechungen in den Bereichen Medizin, Epidemiologie, Finanzierung und Versorgung gibt, wenn sich Ordnungssysteme verändern. Eine Kontinuität muss gewährleistet werden, um einen reibungslosen Ablauf zu ermöglichen.

Schlagwörter: ICD + Corona + LLM

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  • 10. Juli 2024