Auswirkungen der KI-Überwachung auf Mitarbeiterleistung: Enthüllungen einer Studie und Tipps für Unternehmen.

Immer mehr Unternehmen setzen auf künstliche Intelligenz (KI), um ihre Mitarbeiter zu überwachen. Keine Sorge, hier geht es nicht um dystopische Sci-Fi-Filme, in denen Roboter die Kontrolle übernehmen. Es geht eher darum, wie Unternehmen ihre Mitarbeiter besser unterstützen und ihre Leistung verbessern können.

Eine Studie der Cornell University hat nun herausgefunden, dass die Art und Weise, wie die KI-Überwachung präsentiert wird, einen großen Einfluss auf die Wahrnehmung und Leistung der Mitarbeiter hat. Die Forscherinnen Rachel Schlund und Emily Zitek führten vier Experimente mit fast 1200 Teilnehmern durch, um dies genauer zu untersuchen.

Das Ergebnis? Mitarbeiter, die sich durch die KI-Überwachung unterstützt fühlen, sind weniger beschwerdefreudig, produktiver und denken weniger an Kündigung. Klingt doch eigentlich ganz gut, oder? Aber hier kommt der Haken: Die Überwachung durch KI wird oft als Verlust an Autonomie empfunden, im Vergleich zur Überwachung durch Menschen.

Besonders Überwachungsinstrumente, die körperliche Aktivitäten, Gesichtsausdrücke, den Tonfall sowie die mündliche und schriftliche Kommunikation verfolgen und analysieren, können dazu führen, dass Mitarbeiter sich bevormundet fühlen. Keiner will schließlich ständig beobachtet und bewertet werden, oder?

Ein Beispiel dafür ist die US-Bank Wells Fargo, bei der die technologische Überwachung der Mitarbeiter zu Gegenmaßnahmen und letztendlich zu Entlassungen führte. Das zeigt, dass Unternehmen die unbeabsichtigten Folgen der KI-Überwachung berücksichtigen sollten, um Widerstand und Beeinträchtigung der Leistung zu vermeiden.

Die Studie zeigt aber auch, dass die Akzeptanz der KI-Überwachung steigt, wenn die Mitarbeiter das Gefühl haben, dass die Tools sie unterstützen und nicht primär ihre Leistungen bewerten. Das klingt doch schon viel besser, oder?

Allerdings gibt es auch Bedenken, dass die Überwachungsmethoden oft einen Mangel an Kontext und Genauigkeit aufweisen. Wenn Mitarbeiter das Gefühl haben, dass ihre Bewertung automatisch und direkt aus den Daten abgeleitet wird, ohne dass sie die Möglichkeit haben, diese zu kontextualisieren, kann das zu Frustration führen.

Es ist daher wichtig, dass Unternehmen bei der Einführung von KI-Überwachung am Arbeitsplatz die Bedenken und Bedürfnisse der Mitarbeiter berücksichtigen. Transparenz, Kontextualisierung und Mitbestimmung können dazu beitragen, dass die Überwachung als unterstützend und förderlich wahrgenommen wird und somit die Produktivität und Zufriedenheit der Mitarbeiter steigert.

Also keine Panik vor der KI-Überwachung am Arbeitsplatz. Solange sie richtig eingesetzt wird und die Mitarbeiter das Gefühl haben, dass sie ihnen hilft und nicht gegen sie arbeitet, kann sie tatsächlich zu einer Verbesserung der Leistung führen.

Schlagwörter: Cornell University + Rachel Schlund + Emily Zitek

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  • 10. Juli 2024