Ermittler setzen ihre Bemühungen fort, um Zugriff auf das Telefon des Verdächtigen zu erlangen, der am Samstag bei einer Kundgebung in Pennsylvania auf den ehemaligen Präsidenten Donald Trump geschossen hat. Der Vorfall wird als versuchter Mord untersucht. Das FBI hat das Telefon des Schützen für weitere Untersuchungen sichergestellt, wie aus einer offiziellen Erklärung hervorgeht.
Bei einer Telefonkonferenz am Sonntag gaben Beamte bekannt, dass es den Agenten in Pennsylvania nicht gelungen sei, Zugriff auf das Telefon zu erlangen, wie die New York Times berichtet. Das Telefon wurde zur weiteren Untersuchung an das FBI-Labor in Quantico, Virginia, geschickt, in der Hoffnung, den Passwortschutz des Telefons zu umgehen.
Die Ermittler sind weiterhin darum bemüht, Erkenntnisse über die Motive von Thomas Matthew Crooks zu erlangen, einem 20-jährigen Mann aus Bethel Park, Pennsylvania, der als der identifizierte Schütze gilt. Kevin Rojek, der führende FBI-Agent in Pittsburgh, erklärte gegenüber der Times und anderen Medien, dass die Behörde zwar Zugriff auf einige Textnachrichten von Crooks habe, diese jedoch keine aussagekräftigen Informationen über seine Überzeugungen liefern würden.
Das FBI hat bisher nicht auf die Anfrage der Zeitung reagiert, von welcher Telefonmarke der Verdächtige Gebrauch machte. Es bleibt also unklar, ob er ein iPhone, ein Samsung Galaxy oder vielleicht ein altes Nokia-Handy benutzt hat. Vielleicht hat er auch ein Modell aus einer obskuren Marke verwendet, die nur von eingefleischten Technik-Nerds gekannt wird. Wer weiß das schon?
Wenn es um den Zugriff auf die Telefone von Verdächtigen geht, haben Strafverfolgungsbehörden verschiedene Möglichkeiten. Sie können einen Durchsuchungsbefehl beantragen, um auf die iCloud-Backups zuzugreifen, oder Technologien von Drittanbietern verwenden, um die Geräte zu knacken. Das klingt ja fast wie in einem Actionfilm, in dem die Ermittler in einer geheimen Mission versuchen, das letzte Rätsel zu lösen, um an die Informationen zu gelangen.
Allerdings sind die Strafverfolgungsbehörden auch schon in Konflikt mit Technologieunternehmen geraten, wenn es um Anfragen zur Umgehung der Geräteverschlüsselung geht. Im Jahr 2015 zum Beispiel lehnte Apple ab, dem FBI bei der Entschlüsselung des iPhones eines Schützen in San Bernardino, Kalifornien, behilflich zu sein. Laut Apple würde eine solche Maßnahme die Sicherheit aller iPhones gefährden.
Da hat Apple wohl gedacht: „Hey, wir haben unsere iPhones so sicher gemacht, dass nicht mal wir selbst sie entschlüsseln können. Da kann das FBI uns mal gerne haben.“ Am Ende gelang es dem FBI jedoch, mit Hilfe eines australischen Sicherheitsunternehmens erfolgreich Zugang zum Telefon zu erlangen. Vielleicht sollten die Ermittler öfter mal bei den Australiern anklopfen, wenn sie vor verschlossenen Handy-Türen stehen.
Nun bleibt abzuwarten, ob das FBI auch in diesem Fall erfolgreich sein wird und Zugriff auf das Telefon des Verdächtigen erhält. Vielleicht müssen sie dafür einen genialen Hacker engagieren oder einen hochqualifizierten Techniker, der in der Lage ist, jedes Sicherheitssystem zu umgehen. Es wird spannend zu beobachten sein, wie sich diese Geschichte entwickelt. Wir können nur hoffen, dass die Ermittler die Informationen erhalten, die sie benötigen, um den Fall aufzuklären.
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