Dr. Christoph Lange-Bever, der Leiter der Abteilung Data Science und Künstliche Intelligenz am Fraunhofer FIT, hatte kürzlich einen großen Auftritt im Deutschen Bundestag. In einer Sitzung mit dem Titel „Innovative Datenpolitik: Potenziale und Herausforderungen“ präsentierte er den Abgeordneten den aktuellen Beitrag von Datenräumen zur Entwicklung einer unabhängigen Cloudinfrastruktur in Europa. Klingt kompliziert? Keine Sorge, ich werde es erklären.
Datenräume sind im Grunde genommen dezentrale Dateninfrastrukturen, in denen verschiedene Organisationen sicher und vertrauensvoll Daten austauschen können. Dr. Lange-Bever erklärte den Abgeordneten den sechs Schritte umfassenden Prozess: Onboarding, Suche nach Datenangeboten, Identitäts- und Zertifizierungsüberprüfung, Vertragsverhandlung, Datenübertragung und Vertragsdokumentation. Klingt immer noch kompliziert? Ja, ein bisschen. Aber keine Sorge, ich bin hier, um zu helfen!
Das Ziel von Datenräumen ist es, einen sicheren und vertrauenswürdigen Datenaustausch zwischen Organisationen zu ermöglichen, der sowohl die Nutzung der Daten als auch den Datenschutz gewährleistet. Das klingt doch gut, oder? Und es gibt sogar schon einige Projekte, die diese Technologie nutzen, wie zum Beispiel Catena-X und Mobility Data Space. Andere Projekte sind noch im Aufbau, wie der Vertragsmuster-Dienst im Datenraum Kultur, und wieder andere sind noch experimentell, wie die automatische Durchsetzung von Verträgen. Die Politik muss jedoch sicherstellen, dass diese Entwicklungen nicht nur staatlich gefördert werden, sondern auch wirtschaftlich nachhaltig sind.
Um sicherzustellen, dass Datenräume international vernetzt und zusammenarbeiten können, sind Standards von großer Bedeutung. Und das Fraunhofer FIT ist natürlich auch daran beteiligt. Unter der Leitung von Dr. Lange-Bever widmet sich das Institut der Analyse, Anpassung und Erweiterung von Daten und Datenräumen in verschiedenen Industriezweigen. Ein Beispielprojekt ist der Datenraum Kultur, der die digitale Vernetzung von Kultureinrichtungen und der Kreativwirtschaft fördert. Im Rahmen dieses Projekts wurde sogar ein Webportal veröffentlicht, um den 250. Geburtstag des Malers Caspar David Friedrich zu feiern. Eine tolle Zusammenarbeit zwischen Museen in Hamburg, Berlin und Dresden.
Also, Datenräume sind eine spannende Technologie, die den sicheren Austausch sensibler Informationen ermöglicht und gleichzeitig die Nutzung der Daten und den Datenschutz gewährleistet. Es gibt noch viel zu tun, um vollständig KI-bereite Ökosysteme zu schaffen und Vertrauen über Datenräume zu gewährleisten, aber das Fraunhofer FIT und andere Organisationen arbeiten hart daran. Und wer weiß, vielleicht werden Datenräume schon bald zu einem festen Bestandteil unseres digitalen Lebens.
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