In einem aktuellen Bericht hat Bloomberg bekanntgegeben, dass das Smartphone des Attentäters auf Donald Trump ein modernes Samsung-Handy mit dem Betriebssystem Android war. Innerhalb von nur zwei Tagen wurde das Handy erfolgreich gehackt. Laut Bloomberg, die sich auf Insiderquellen berufen, wurde das Handy des Attentäters mithilfe der Cellebrite-Software innerhalb von 40 Minuten entschlüsselt. Dabei handelte es sich laut Bloomberg um die neueste Version der Software des israelischen Unternehmens.
Berichten zufolge versuchten FBI-Agenten am Tag nach dem Attentat vergeblich, das Handy mithilfe ihrer vorhandenen Cellebrite-Werkzeuge zu entsperren. Nachdem das FBI das Handy erfolgreich entschlüsselt hatte, baten sie Cellebrite um weitere Unterstützung. Innerhalb weniger Stunden stellte die israelische Firma dem FBI-Labor in Quantico, Virginia, eine neue Version ihrer noch in Entwicklung befindlichen Software zur Verfügung. Mithilfe dieser Software konnte das FBI innerhalb von nur 40 Minuten auf das Handy des Attentäters zugreifen.
Es ist immer noch unklar, wie genau die US-Behörden mithilfe der neuen Cellebrite-Software Zugriff auf das Handy erlangten. Eine Möglichkeit besteht darin, Brute-Force-Angriffe durchzuführen. Dabei werden die Sicherheitsvorkehrungen des Handys umgangen, indem mehrere falsche PIN- oder Passworteingaben gemacht werden. Anschließend probiert die Software automatisiert verschiedene Kombinationen aus, um die PIN zu erraten. Das Erraten der PIN dauert in der Regel relativ kurze Zeit, während das Erraten von Passwörtern deutlich länger dauern kann.
Die Tatsache, dass das FBI nur zwei Tage nach dem Attentat auf Donald Trump Zugriff auf das Handy des Attentäters erlangte, war überraschend. Vorherige Versuche waren zeitaufwändiger gewesen, da das FBI in der Vergangenheit teilweise mehrere Monate gebraucht hatte, um Handys von Verdächtigen zu entschlüsseln. Die US-Sicherheitsbehörde hat in mehreren Situationen sogar den Hersteller des Handys um Unterstützung bei der Entsperrung des Geräts gebeten.
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