BundID wird zum digitalen Alleskönner: Bundesagentur für Arbeit bietet E-Services für Bürger

Die bislang kaum genutzte BundID hat von der Bundesregierung einen neuen Verwendungszweck erhalten. Ab sofort können Bürger die digitalen Services der Bundesagentur für Arbeit mithilfe der staatlichen Zugangskennung und dem dazugehörigen Online-Konto nutzen. Klingt vielleicht nicht so aufregend wie der neueste Actionfilm, aber für diejenigen, die auf der Suche nach einem Job sind oder staatliche Leistungen beantragen müssen, kann das ziemlich praktisch sein.

Die E-Services umfassen Dienstleistungen sowohl von der Bundesagentur für Arbeit als auch von den regionalen und kommunalen Agenturen für Arbeit, den Jobcentern und den Familienkassen. Das klingt nach einer ganzen Menge Behördenkram, aber hey, immerhin kann man das jetzt bequem von zu Hause aus erledigen, ohne sich in endlosen Warteschlangen anstellen zu müssen.

Die Regierung verspricht, dass die Einreichung von Anträgen schneller und einfacher sein wird. Durch die Verbindung der BundID mit dem Online-Ausweis ist es zum Beispiel möglich, Anträge im Internet automatisch mit persönlichen Daten vorab auszufüllen. Das erspart einem nicht nur das mühsame Tippen, sondern minimiert auch die Gefahr von Tippfehlern. Und wir wissen alle, wie ärgerlich es ist, wenn man wegen eines kleinen Fehlers in den Antragsunterlagen nochmal von vorne anfangen muss.

Die Ministerien für Inneres und Arbeit, die federführend sind, betonen, dass das Prinzip der Datensparsamkeit gewahrt wird. Das bedeutet, dass Nutzer bei der Nutzung der E-Government-Angebote ihre Zustimmung zur Weitergabe ihrer Daten geben müssen. Also keine Sorge, es werden nicht einfach wild persönliche Informationen verteilt.

Aber das ist noch nicht alles! Das BundID-Konto ermöglicht auch die Nutzung weiterer digitaler Verwaltungsleistungen, die zentrale Pflege von Daten und erleichtert den Empfang von Bescheiden und Nachweisen durch das elektronische Postfach. Klingt fast zu schön, um wahr zu sein, oder?

Andrea Nahles, die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, ist begeistert von diesem Fortschritt. Sie sieht es als einen wichtigen Schritt zur Modernisierung der Verwaltung in Deutschland und zur Weiterentwicklung der BundID als zentrales Identifikationsinstrument für alle Online-Anträge. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil zeigt sich ebenfalls zufrieden, denn die E-Services der Arbeitsagentur bieten nun dank der digitalen Authentifizierung mit dem elektronischen Personalausweis eine sichere und einfache Möglichkeit für eine moderne und bürgerfreundliche Verwaltung.

Die Bereitstellung der BundID erfolgt bereits seit 2019 durch das Bundesinnenministerium. Es sollen derzeit über 1200 Online-Services und Portale in das System integriert sein. Das klingt nach einer Menge Möglichkeiten, die man bisher vielleicht noch gar nicht kannte. Immerhin haben schon 22 Prozent der Bevölkerung die Funktion mindestens einmal genutzt. Besonders die Einmalzahlung für Studierende und der Kulturpass haben dazu beigetragen, dass der Online-Ausweis und das Nutzerkonto an Bekanntheit gewonnen haben. Es ist also gar nicht so uncool, die BundID zu nutzen.

Aber Moment mal, es gibt auch eine dunkle Seite dieser Geschichte. Kürzlich gab es eine Sicherheitslücke auf einer Webseite einer Kommunalverwaltung, die zu einem Datenleck bei der BundID führte. Das ist natürlich kein Spaß und wir hoffen, dass die Sicherheitsmaßnahmen verbessert werden, um solche Vorfälle zu verhindern. Immerhin geht es um sensible persönliche Daten und die sollten gut geschützt sein.

Alles in allem scheint die neue Nutzungsmöglichkeit der BundID eine gute Sache zu sein. Man kann Behördenangelegenheiten bequem von zu Hause erledigen, spart Zeit und Nerven und hat die Kontrolle über seine persönlichen Daten. Aber wie immer im digitalen Zeitalter gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Also haltet eure Passwörter sicher und schützt eure Daten, damit ihr eure E-Services in vollen Zügen genießen könnt.

Schlagwörter: BundID + SPD + eID

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  • 22. Juli 2024