Bing’s Neue Suchfunktion: KI-generierte Antworten im Fokus – Aber bitte mit Option zum Abschalten!

Bing, oh Bing, du gibst dir wirklich Mühe, uns mit deiner neuen Suchfunktion zu beeindrucken. Mit einem verstärkten Fokus auf KI-generierten Antworten rückst du die herkömmlichen Suchergebnisse in den Hintergrund. Das klingt ja erstmal vielversprechend, aber ich habe da so meine Bedenken.

Microsoft hat uns bereits einen kleinen Vorgeschmack auf diese neue Sucherfahrung gegeben und ich muss sagen, sie ist beeindruckend. Wenn man zum Beispiel wissen möchte, was ein Spaghetti-Western ist, präsentiert Bing eine schicke Zusammenfassung. Da erfährt man dann, dass es sich um ein Subgenre von Westernfilmen handelt, die von italienischen Filmemachern produziert werden. Sogar einige Schlüsselmerkmale des Genres werden in Stichpunkten aufgeführt. Nicht schlecht, Bing, nicht schlecht.

Aber als treuer Nutzer von Bing und Edge (ja, wir sind da!) habe ich eine kleine Bitte. Bitte macht dieses Feature optional oder zumindest deaktivierbar. Es ist ja schön und gut, dass ihr uns mit euren KI-generierten Zusammenfassungen beglücken wollt, aber ich möchte trotzdem die Möglichkeit haben, die tatsächlichen Suchergebnisse zu durchsuchen. Und wenn die Beschreibungen dann auch noch auf zwei Zeilen begrenzt sind, wird es echt schwierig, die ersten Ergebnisseite zu durchforsten.

Google hat übrigens eine ähnliche Funktion namens AI Overviews, bei der KI-generierte Zusammenfassungen die oberste Position auf der Suchergebnisseite einnehmen. Aber kurz nach der Einführung haben die Nutzer gemerkt, dass die Antworten manchmal nicht ganz korrekt waren. Das führte dazu, dass Google einige Antworten manuell anpassen musste. Tja, KI ist halt auch nicht immer perfekt.

Aber Bing geht noch einen Schritt weiter als Google. Wenn man nach einem Spaghetti-Western sucht und über die erste Antwort hinaus scrollt, findet man eine ausführliche Zusammenfassung zur Geschichte und den Ursprüngen des Genres, verwandte Videos, eine Tabelle mit den besten und einflussreichsten Filmen und sogar Informationen zur Musik. Das ist eine ganze Menge an Infos auf einer einzigen Seite. Ob man die alle braucht, sei mal dahingestellt.

Unter jedem Abschnitt gibt Microsoft übrigens seine Quellen an, während alle üblicherweise anklickbaren Links in einer schmalen Spalte auf der rechten Bildschirmseite angezeigt werden. Das nenne ich mal Transparenz.

Microsoft behauptet, dass die neue Bing-Suche große und kleine Sprachmodelle vereint. Das Unternehmen erklärt, dass es die Suchanfrage versteht, Millionen von Informationsquellen überprüft und dann die Suchergebnisse in einem neuen KI-generierten Layout generiert, um die Absicht der Benutzeranfrage effektiver zu erfüllen. Klingt ja alles sehr technisch und beeindruckend. Aber ich bin gespannt, wie sich das in der Praxis bewährt.

Microsoft hat auch betont, dass sie potenzielle Auswirkungen auf den Suchverkehr berücksichtigen. Erste Daten deuten darauf hin, dass die Anzahl der Website-Klicks beibehalten wird und ein stabiles Web-Ökosystem unterstützt wird. Das klingt doch schon mal ganz gut.

Es bleibt abzuwarten, wie die Nutzer auf diese neue Sucherfahrung reagieren und ob sie tatsächlich hilfreich und genau ist. Bing, ich drücke dir die Daumen, dass du uns mit deinen KI-generierten Antworten nicht enttäuschst. Aber vergiss nicht, dass wir auch gerne selbst nach den Suchergebnissen stöbern möchten. Also gib uns die Wahl, bitte!

Schlagwörter: Microsoft + Google + Bing

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  • 25. Juli 2024