AMD hat den Verkaufsstart seiner neuen Zen 5-Prozessoren für den 31. Juli angekündigt. Hierzu gehört auch der Ryzen 9 9950X, der als leistungsstärkster Desktop-Consumer-Prozessor der Welt beworben wird. Allerdings hat das Unternehmen aus Sicherheitsgründen eine Verzögerung um ein bis zwei Wochen angekündigt. Anstatt am 31. Juli werden nun der Ryzen 7 9700X und Ryzen 5 9600X am 8. August auf den Markt gebracht, gefolgt vom Ryzen 9 9950X und Ryzen 9 9900X am 15. August.
Laut einer Sprecherin von AMD, Stacy MacDiarmid, liegt dies nicht daran, dass AMD Probleme mit den tatsächlichen Chips entdeckt hat. Vielmehr hat das Unternehmen festgestellt, dass einige Chips nicht alle erforderlichen Testverfahren durchlaufen haben und möchte sicherstellen, dass sie dies tun. AMD Computing and Graphics SVP Jack Huynh erklärte: „Bei den abschließenden Überprüfungen haben wir festgestellt, dass die ersten Produktionschargen, die an unsere Vertriebspartner geliefert wurden, nicht unseren vollständigen Qualitätsanforderungen entsprachen. Um sicherzustellen, dass jeder Ryzen-Benutzer die bestmögliche Erfahrung macht, treffen wir aus Vorsichtsgründen Maßnahmen und arbeiten eng mit unseren Vertriebspartnern zusammen, um die ersten Produktionschargen durch neue Chargen zu ersetzen.“
Die Chips, die zusätzliche Tests benötigten, wurden bereits von AMD zurückgerufen und es scheint, dass diese Tests problemlos ablaufen. Die Ingenieure von AMD haben Vertrauen, dass es keine weiteren Verzögerungen geben wird.
Zusätzlich zu den bereits genannten Chips umfassen AMDs neue Desktop-Prozessoren auch den Ryzen 9 9900X, Ryzen 7 9700X und Ryzen 5 9600X.
Es ist verständlich, dass AMD in dieser Situation besonders vorsichtig sein möchte, unabhängig von möglichen Problemen. Intel kämpft immer noch mit den Konsequenzen seiner unstabilen Desktop-Prozessoren der 13. und 14. Generation, wie zum Beispiel dem Core i9-13900K und i9-14900K. Es wurde festgestellt, dass die Situation schlimmer ist als erwartet. Intel hat die Ursache identifiziert, wird jedoch erst im August einen Patch veröffentlichen und es scheint keine Lösung für bereits instabile Chips zu geben. Berichten zufolge sind diese fehlerhaften Intel-Chips dauerhaft beschädigt und müssen an Intel zurückgesendet werden.
AMD steht kurz davor, seine Zen 5-Laptop-Chips auf den Markt zu bringen, die unter dem Codenamen Strix Point bekannt sind und offiziell als Ryzen AI 9 300 bezeichnet werden. Es bleibt abzuwarten, wie diese neuen Chips von den Verbrauchern aufgenommen werden.
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