Wenn die Bankkarte verloren geht, ist der Schock oft groß. Der erste Impuls besteht meist darin, die Bank oder die Sperr-Hotline 116116 anzurufen, um die Karte sperren zu lassen. Doch reicht das allein? Nein, es ist ebenso wichtig, den Verlust der Karte bei der Polizei anzuzeigen!
Warum ist das so? Nur die Polizei ist befugt, eine sogenannte KUNO-Sperre zu veranlassen. Doch was ist KUNO? Das Sperrsystem KUNO wurde in Zusammenarbeit zwischen der Polizei und der deutschen Wirtschaft entwickelt. Die Abkürzung KUNO steht für „Kriminalität im unbaren Zahlungsverkehr unter Nutzung von nichtpolizeilichen Organisationsstrukturen“. Durch die Aktivierung einer KUNO-Sperre kann die Verbraucherschutzzentrale effektiv verhindern, dass die verlorene Karte für betrügerische Lastschriftkäufe genutzt wird. Die Sperre ist zunächst zeitlich begrenzt. Um eine dauerhafte Sperrung vornehmen zu können, ist es jedoch entscheidend, die Kartenfolgenummer der Karte zu kennen.
Nachdem man eine Anzeige bei der Polizei erstattet hat, besteht die Möglichkeit, den Verlust der Karte auch über die KUNO-Internetseite nachzumelden.
Doch wie verhält man sich beim Bezahlen mit der Karte im Geschäft? Hier gibt es drei Optionen:
1. Das sogenannte elektronische Lastschriftverfahren: Dabei wird der Betrag direkt vom Konto abgebucht. Im Rahmen dieses Verfahrens wird unter anderem überprüft, ob die Karte noch gültig ist. Wenn die Bank die Karte sperrt, werden Zahlungen, die das Konto sofort belasten, nicht mehr durchgeführt.
2. Die Lastschrift: Hierbei erteilt man dem Geschäft die Erlaubnis, den Betrag über eine Lastschrift von seinem Konto abzubuchen. Normalerweise erfolgt dies nicht unmittelbar während des Bezahlvorgangs, sondern zu einem späteren Zeitpunkt. Dabei wird jedoch nicht überprüft, ob die Karte bereits gesperrt wurde.
3. Das kontaktlose Bezahlen: Hier entfällt die Notwendigkeit, eine PIN einzugeben oder zu unterschreiben.
Beim Bezahlen per Lastschrift ist es wichtig zu beachten, dass nicht jede Unterschrift gleich ist! Beim Kassenbon oder dem Unterschriften-Display sollte man überprüfen, ob man einer einmaligen Lastschrift zustimmt oder ein Mehrfachmandat erteilt. Bei einer einzelnen Lastschrift ist es dem Händler nur gestattet, den Betrag des aktuellen Einkaufs vom Konto abzubuchen. Erteilt man ein Mehrfachmandat, ermächtigt man den Händler dazu, auch zukünftige Einkäufe vom Konto abzubuchen.
Der Verlust einer Bankkarte ist ärgerlich und kann zu finanziellen Schäden führen. Daher ist es wichtig, schnell zu handeln und neben der Sperrung bei der Bank auch eine Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Die KUNO-Sperre bietet dabei zusätzlichen Schutz vor betrügerischen Lastschriftkäufen.
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